4
Ja, die Neuseeländer können immer noch Gore. Eine schaurige Bunkeranlage, in der Nazis mit schwarzer Magie und Dämonen herumexperimentieren, ist ja auch eine sehr brauchbare Vorlage für ein derbes Blutbad. Nur leider schaut das Ergebnis dann aus wie ein TANZ DER TEUFEL auf Valium in ein paar muffigen Räumlichkeiten. Bei dem kammerspielartigen Dreipersonenstück sehnt man sich schon bald nach etwas Abwechslung, doch die kommt nicht. Ständig schauen wir in die gleichen blutverschmierten Visagen, wie sie sich gegenseitig verhören, beschwören oder einfach nur unterhalten. Das ist echt ermüdend und es erweist sich auch nicht als sonderlich hilfreich, dass die ganze Angelegenheit bierernst durchgezogen wird und jeglicher ironischer Bruch fehlt. Mehr Auflockerung und mehr Statisten wären gut gewesen.
6
"Devils rock" ist mehr als subtiler Kammerspiel-Horror zu verstehen a la Deathwatch, als Splatterkino, den gesplattert wird hier gar nix. Der Film beeindruckt durch eine staendige bedrohliche Atmosphaere und fuer einen B-Film hat er absolut hervorragende Schauspieler. Der Spannungsbogen wird zudem nahezu durchgaengig auf hohem Niveau gehalten, womit "Devils Rock" zu einem Geheimtipp mutiert. Wichtig ist nur keinen Daemonensplatterfilm zu erwarten denn sonst koennte sich schnell Langeweile breitmachen. Unverstaendlich ist hingegen dass die deutsche Fassung geschnitten wurde...
3
Eigentlich fängt THE DEVIL`S ROCK ja noch sehr vielversprechend an und lässt an Filme wie DEATHWATCH denken, der eine ähnliche bedrohliche und hoffnungslose Atmosphäre verbreitet hat. Aber leider kann Regisseur Paul Campion dieses Niveau nicht lange halten und spätestens zu dem Zeitpunkt, als der Zuschauer die ersten Fragen beantwortet bekommt driftet der Film in einen oberflächlichen Fantasy-Horror-Gurkensalat ab und beginnt zu langweilen. Als der Dämon dann auch noch seine wahre Gestalt preis gibt wird’s lächerlich und der Betrachter darf sich zu Recht verarscht fühlen. Alleine das quitschrote Aussehen des Fabelwesens in dieser grauen Bunkerlokation ist an sich schon ein Stich ins Auge. Horror-Allesseher können vielleicht noch einen Blick riskieren sollten dann aber auf die Uncut-Fassung zurückgreifen, denn was der deutsche Verleih hier wieder vom Stapel gelassen hat ist mal wieder unter aller Sau.