Review

Irgendwann in der Zukunft: Die Welt befindet sich unter Wasser bzw. man lebt auf dem Wasser, Anarchie und Tauschhandlungen bestimmen das Leben, Land gibt es nicht, ausser eine Legende, welche von dem Ort Dryland berichtet, ein Stück Land, so erzählt man sich. Der Mörder Deacon und seine Männer greifen einen kleinen Stützpunkt an, wo er Infos zu Dryland vermutet. Zufällig hält sich dort auch ein Fremder auf, der zusammen mit einem kleinen Mädchen und eine Frau fliehen kann. Doch nun werden sie gejagt.

Das kommt also dabei raus, wenn man Mad Max ein paar Schwimmflügel anlegt. Costners Opus hatte ernormste Schwierigkeiten seine extrem hohen Produktionskosten wieder einzuspielen und kann finanziell getrost als Flop gewertet werden. Es ist auch sicher kein toller Film, aber unterhaltend ist er letztlich allemal.
Schön wäre es zunächst mal zu erfahren, was denn die postapolyptische Wasserwelt ausgelöst hat, wer denn genau der Mariner ist und warum ihm plötzlich Schwimmhäute wuchsen. Was mich aber meisten interessiert hat, wo denn die bösen Smoker ihren endlosen Zigarettenvorrat her haben (da würde ich dann auch mal tauchen). Genau wie beim wilden Max müssen sich die verbleibenden Überlebenden vor den bösen Smokern retten (die natürlich stilechtmit der Exxon Valdez über die Meere schippern), die natürlich hinter der Karte von Dryland her sind, die jemand auf ein kleines Mädchen tätowiert hat (un vielen Dank an den Scripter das ich einen weiteren Namen eines Kinderdarstellers auf meine persönliche Hass Liste setzten darf, denn diese vorlaute Balg nervt und gehört einfach mehrfach harpuniert).
Unser Held Mariner darf dabei programmgemäß den kompletten Bogen vom Einzelgänger zum Kinderfreund, was zwar einige kitschige Dialoge mit sich bringt, aber wenigstens auch für ein wenig Action sorgt, wenn die verwahrlosten Bad Guys die kleine Truppe mehrfach attackieren. Dickes Lob dabei an die Kulissen, die wirklich gut aussehen. Das künstliche Atoll wirkt genauso endzeittauglich, wie der alte Tanker, allerdings sollen beide den Abspann nicht erleben, sondern die Pyrotechniker dürfen sich hier ausführlich austoben.
Logisch das man am Ende tatsächlich das sagenhafte Dryland findet und das typische Schmalsende seinen Lauf nimmt. Bis dahin gibts aber einen netten Abenteuerfilm und das Meer als Location ist diesbezüglich noch ein wenig Neuland. Man muß Waterworld nicht lieben, aber recht gute Darsteller (Dennis Hopper wertet mit seiner Bad Guy Performance natürlich bedeutend auf), optische Schauwerte und die klassische Gut gegen Böse Geschichte kann man sich alle Jahre wieder mal antun.
6/10

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