Der wohl blutigste Beitrag ist eine Hommage an amerikanische Zombiefilme von Romero und die italienischen Pedanten von Fulci. In stilvollen Schwarz-Weiß-Bildern wird 15 Minuten lang der Zombiefan mit einer Vielzahl gelungener Zombie-Make-Up und Splatterszenen verwöhnt. Die Geschichte spielt auf einem dem Friedhof nahe gelegenen Haus eines verstorbenen wahnsinnigen Archäologen, wo sich zwei Pärchen in ihrer Erbschaft der Untoten erwehren müssen. Der Kurzfilm ist nur so gespickt mit Genreanspielungen (z.B. (Re-Animator) während einer anfänglichen Schulstunde zerbricht ein Schüler augenscheinlich aus Protest einen Stift und wird dann vom Lehrer mit "Dr. West" angesprochen), wirkt aber eher wie eine Hommage, denn Verarsche. Denn dazu ist er atmosphärisch viel zu dicht inszeniert und die guten Darsteller (besonders der attraktive weibliche Part) machen ihre Sache sehr gut. Klar, innovativ ist er nicht, aber die Zombieszenen sehr stimmig - wabbernder Nebel, moosbehangene Gräber: die Kulisse stimmt. Die Zombies sind gut geschminkt und ooldschool-typisch eher langsam, bewegen sich aber atmosphärisch sehr positiv. In Fahrt kommt man bei den Gore-F/X, blutig und zahlreich. So gibt es gleich zwei Augapfelpfählungen (Splitter und Nagel)! Temporeich auch der klavierlastige Score, der an Goblin und Co. erinnert. (8/10)