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Okay, Leute.

Erstmal die knappe Grundvorraussetzung für "Blubberella", für die, die den Namen "Uwe Boll" das erste mal hören: Boll hat 2011 drei Filme mit den gleichen Locations, Kostümen und Schauspielern um das Nazi-Thema aufgegriffen. Einmal in einer Doku (Auschwitz), einmal in Bloodrayne III als Action-Film (?) und diesen Schinken als "Funny-Version".

Ein Lob vorweg: "Blubberella" funktioniert (bedingt...) !

Aber auch hier sind wieder einige Grundvoraussetzungen gegeben: Man sollte Boll und seine Filme kennen, lieben oder hassen, und das wichtigste, was es wohl zu sagen gibt: Um in den vollen Genuß von "Blubberella" zu kommen, muss man "Bloodrayne III - The Thierd Reich" gesehen haben. Ansonsten funktioniert hier gar nichts und der Storyverlauf müsste einem total abstrus vorkommen.
Also, wer sich die beiden Filme in der verkehrten Reihenfolge anschaut, wird "Blubby" wohl schon nach einer halben Stunde ausschalten - denn alleine geht das Teil überhaupt nicht.

Wie sollte man sich diese Funny-Version vorstellen? Nun, man tauscht die rassige Hauptdarstellerin gegen eine dicke Umme aus, behält weitgehend die Story ein, wichst alles mit Bollschem Humor durch den Mixer und kämpft sich durch die bekannten Bloodrayne III-Locations durch. Auch die Darsteller-Riege wurde weitestgehend beibehalten,  wobei die sich nun entgültig komplett zum Affen macht - bis auf Brendan Fletcher, der noch ein kleines wenig Stolz mit sich rum trägt und nicht direkt den Pint auf den Tisch legt (und vielleicht deswegen etwas deplaziert wirkt).

Wer den Postal-Humor gut fand (mein Geschmack war es nicht), der wird evtl. auch diesen Humor gut finden. Dieser dürfte sich im Bereich von ganz gut bis zu Korinthenkacker  wieder finden. Viele sexistische Witze  (insklusive einer Tucke) wurden eingebaut.
Boll selber hat eine kleine Nebenrolle als Adolf Hitler, was wirklich ein Schmunzeln hervorruft. Was dagegen völlig deplaziert und wie eine Spaßbremse wirkt ist Bluberellas zuhause - uptodate, knatschbunt mit Laptop etc. eingerichtet. Keine Ahnung wo da der Witz sein soll, doch passt es ganz und gar nicht in den 2.Weltkrieg-Schauplatz hinein.

Das größte Problem dürfte dabei sein, dass hier nichts wie aus einem Ei gepellt wirkt und man ständig merkt, dass Boll seinen anderen Projekten mehr Aufmerksamkeit und Interesse gezollt hat, wie diesem Streifen. Das ganze passt nicht, es wirkt arg konstruiert, Humor Light, Story Light, Splatter Light.

Im großen und ganzen können vielleicht mal Boll-Allesschauer einen Blick riskieren, jedoch wird es diesmal verdammt wenige geben, die den Film mögen werden. Selbst der Audio-Kommentar (den ich sonst so als Fan-Boy liebe) ist diesmal nicht der Rede wert.
2/10

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