Der Disney Club hat ja schon so manchen grossen Namen hervorgebracht, neben diversen Popsternchen wie Britney Spears, Christina Aguilera und Justin Timberlake, auch einen gewissen Ryan Gosling, welcher in dem hier besprochenen Film wohl eine der besten Leistungen abliefert welche ich in diesem Jahr bewundern durfte.
Als wortkarger Driver dürfte wohl kaum ein anderer aus der neuen Generation Hollywoods besser auf spielen.
Am Tage Stuntman und Mechaniker, in der Nacht Fluchtwagenfahrer. Ruhig, schweigend, immer die Situation im Blick. Vom ehemaligen Stuntman Shannon (Bryan Cranston) in dessen Werkstadt eingestellt, bringt den Driver (Ryan Gosling) nichts so schnell aus der Ruhe. So läuft sein Leben zwischen Hollywoodstunts und Fluchtfahrten so dahin, bis schliesslich eine Frau in sein Leben tritt. So verguckt sich der wortkarge Held des Films in die junge Mutter Irene, welche gemeinsam mit ihrem Sohn die Wohnung neben ihm bewohnt. Ihr Ehemann sitzt im Knast und so verbringen die beiden viel Zeit miteinander. Als der Ehemann aus dem Gefängnis entlassen wird und zudem Probleme mitbringt, beschliesst der Driver ihm zu helfen, ohne zu wissen welche Spirale der Gewalt sich in Gang setzen wird , welche bald ihn und auch das Leben Irene´s in grosse Gefahr bringen wird.
Unterlegt mit einem Soundtrack welcher schnell an Actioner der guten alten 80er errinert, kommt schnell ein ganz besonderer Flair auf, welcher sich durch den gesamten Streifen zieht und zudem zur Grundgeschwindigkeit des Films passt.
Könnte man nach dem Lesen der Story meinen das es hier rasant und explosiv zur Sache geht, wird schon durch die Anfangssequenz gezeigt das man es hier keinesfalls nur auf popcornhafte Verfolgungsjagden anlegt. So besticht die erste Szene in welcher der Driver als Fluchtfahrer in Kraft tritt, eher durch das spannende und gut durchtaktierte Versteckspiel vor der Polizei welche zudem ein viel höheres Mass an Realismus vermittelt.
Aber keine Angst, Verfolgungsjagden gibts auch zu sehen und zwar genug und zudem treffsicher und gut inszeniert.
Zudem fühlte ich mich während des ganzen Streifens irgendwie zurückversetzt in eine andere Zeit, zwar spielt das ganze in der Gegenwart dennoch wirkt alles wie bereits vorher angesprochen so als wäre man in den 80er als Actionhelden noch Actionhelden waren und grosse CGi Schlachten nicht vonnöten waren.
So zeigt sich dann auch die Action, zwar lässt sich der Film ne Menge Zeit bis es mal dazu kommt, aber dann geht es wirklich so derbe zur Sache das sich so mancher Zuschauer die Augen reiben wird. Extrem derbe und roh wird da so manches an Blut vergossen.
EIn Grund warum diese Gewalt auch so drastisch wirkt ist ganz klar Ryan Gosling. Er spielt den wortkargen Driver mit soviel Charisma und stehts so ruhig, das es umso krasser daherkommt wenn der, über die meiste Zeit des Films ruhige Kerl seiner Wut freien Lauf lässt. Neben Gosling sollten vor allem Bryan Cranston und Carry Mulligan erwähnt werden. Cranston, welcher in Deutschland wohl am meisten Bekanntheit durch seine Rolle in der Serie " Malcolm mittendrin" geniesst, spielt derzeit meines Errachtens auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Carry Mulligan als Love interest macht ihre Sache nicht minder gut und zwischen Gosling und ihr wird eine gute Chemie gezeigt welche durchaus glaubhaft wirkt.
Aber auch der Rest, zu dem auch Namen wie Ron Perlman oder Albert Brooks gehören machen ihre Sache keinesfalls schlecht.
Fazit:
Ein echtes Highlight, endlich mal wieder ein Actionthriller, mit Hauch Romantik welcher über die volle Laufzeit zu fesseln und zu überzeugen weiss. Ein weiteres Highlight mit Gosling in der Hauptrolle, welcher nach der Komödie " Crazy Stupid Love" auch hier eine mehr als ansprechende Leistung abliefert.
9 Punkte