Ich habe nicht oft das Bedürfnis über einen Film etwas zu schreiben. Zudem bin ich kein Mann großer Worte, welcher haufenweise Seiten über einen Film schreiben kann. Dennoch gibt es hin und wieder, wenn auch nicht allzu oft, Filme die mich derart begeistern, dass ich einfach etwas Kurzes dazu schreiben muss, so wie in diesem Fall nun. Drive.
Es kommt in der heutigen Zeit immer seltener vor, dass ich nach einem Film gebannt im Sessel sitze und staune, doch bei Drive trat dieses Phänomen wieder auf. Dieser Film hat mich von Anfang bis Ende schlichtweg begeistert und gefangen genommen. Anfangs eher ruhig und besinnlich ändert sich nach der Hälfte diese Grundstimmung und es geht zum Teil Brutal zur Sache, allerdings werden nie Grenzen überschritten oder findet sinnloses Gemetzel statt. Die gezeigten Bilder, und die dazu absolut genial gewählte Musik, lassen einen staunen. Nie wird zu viel oder zu wenig gezeigt, immer ist alles absolut perfekt dosiert.
Die Story ist natürlich im Großen und Ganzen kein Komplexitätssmonster, es gibt keine Pseudo-Komplexität oder irgendwelche besonderen Mindfuck Sequenzen. Aber das braucht der Film auch alles nicht.Die Schauspieler sind durch die Bank perfekt gewählt und machen alles richtig.
Wer natürlich anhand des Titels und des Kinoposters glaubt man hätte es hier mit einem „The Transporter" oder „Fast and the Furious" zu tun, der könnte möglicherweise enttäuscht werden, denn hier geht es nicht um heiße Schlitte und waghalsige Stunts. Hier geht es um ein ästhetisches Meisterwerk.Für mich jedenfalls der Film des Jahres, und auch in meiner All-Time-Fave Liste sehr hoch eingestiegen.
10/10