Review

Ich verstehe die guten Bewertungen für diesen Film absolut nicht, denn das einzige was hier stimmt sind die Vorraussetzungen:
mit Ryan Gosling haben wir einen überdurchschnittlich begabten Hauptdarsteller, der als Stuntfahrer bzw. Fluchtwagenfahrerseine Brötchen verdient und der dänische Regisseur Winding Refn hatte mich zumindest mit seiner ungewöhnlichen "Pusher"-trilogie halbwegs begeistern können.
Sein "Walhalla Rising" besaß zwar optische Reize, war aber dennoch leider recht ermüdend, weil eine echte Handlung quasi nicht vorhanden ist.

"Drive" ist für mich die reinste Fehlkonstruktion - was schon beim Score anfängt. Ich habe nicht unbedingt etwas dagegen, wenn ein Film auf ausufernde Musikuntermalung verzichtet, aber eine so derart deplatzierte Musik ist mir noch nie zu Ohren gekommen (besser gesagt fast nie; irgendwann lief im TV mal bei einem Mittelalterfilm trashige Technomucke zum Schwertkampf)

Sei´s drum, Ton & Bild passen hier zu keiner Sekunde zusammen
- es ist einfach nur ätzend. Gosling spielt dazu ohne Elan und so schaut man dem Film zu, wie er sich in seiner Belanglosigkeit immer weiter steigert, ohne das man auch nur den geringsten Funken Interesse verspührt zu erfahren was noch passieren könnte. Es ist das reinste Elend, doch dann gibt es ein happy End: der Film ist vorbei...und zur Belohnung fürs Durchhalten gibts noch mehr ohrenkrebsverdächtige Musik im Abspann. Ich kann gar nicht so viel Essen wie ich kotzen möchte

Bewertung: 1/10 - und das ist noch viel zu gut für dieses Nichts

Details
Ähnliche Filme