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Der namenlose Fahrer (Ryan Gosling) arbeitet als Automechaniker und Stuntman. Nachts bietet er seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten aber auch als Fluchtfahrer für Diebstähle und Raubüberfälle an. Er hat dabei aber einige strikte Regeln: er beteiligt sich nie am Verbrechen, arbeitet nie mehrmals mit den gleichen Personen und wartet jeweils exakt 5 min. am Tatort, sollten die Täter nach Ablauf dieser Frist nicht zurück sein, verschwindet er alleine. Per Zufall lernt er seine Nachbarin Irene und ihren Sohn Benicio kennen und freundet sich mit den beiden an. Nachdem ihr Ehemann Standard aus dem Gefängnis entlassen wird, hilft ihm der Fahrer bei einem Überfall, damit dieser seine fälligen Schutzgeldzahlungen begleichen kann. Unglücklicherweise war der Überfall eine Falle und Standard wird dabei tödlich verletzt. Dem Fahrer gelingt zwar die Flucht, er wird danach aber von der Mafia gejagt und gleichzeitig versucht er Irene aus der ganzen Sache herauszuhalten.

Achtung Spoiler: Das Ende überlasst dann dem Zuschauer einen grossen Interpretationsspielraum... in der Schlussszene mit dem Mafiaboss werden beide schwer verletzt und der Fahrer fährt danach ohne das Geld in unbekannte Richtung davon.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Die Inszenierung ist ruhig und stimmungsvoll, aber dennoch hat der Film keine Längen und bleibt stets spannend. Die Liebesgeschichte zwischen Irene und dem Fahrer wirkt glaubwürdig und kommt nicht penetrant oder konstruiert daher. Der Fahrer selbst ist sehr wortkarg und bleibt bis zum Ende irgendwie geheimnisvoll und unberechenbar, aber zugleich auch aufrecht und sympathisch. Ich hätte mir lediglich noch mehr Verfolgungsszenen gewünscht, da diese wirklich sehr cool umgesetzt wurden.

Note: 8 / 10

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