Review

Die Credits machen es unmissverständlich klar: dies ist „John Carpenter‘s CHRISTINE“. Kings Roman, erst wenige Monate vor der Verfilmung veröffentlicht, wird hier massiv verdichtet und auf das Nötigste reduziert. 

Im Buch spielt das Familienleben der Protagonisten eine deutlich größere Rolle, es ist mindestens so sehr Coming of Age- wie Horror-Roman. Der größte Unterschied besteht jedoch in der Herkunft des Bösen. Während „Christine“ im Film einfach „Bad to the Bone“ vom Band läuft, fabrizierte King im Roman noch eine komplizierte Backstory vom besessenen Vorbesitzer Roland D. LeBaye, der von Arnie Seele Besitz ergreift. Und auch Arnies Schicksal, das im Buch merkwürdigerweise „offscreen“ stattfindet, wird für den Film umgedeutet. 

Dem Pacing haben die Kürzungen und Änderungen gut getan, ein wirklich spannender oder gar gruseliger Film ist CHRISTINE jedoch nicht geworden, dafür ist die Story einfach zu platt und zu vorhersehbar und ein knallroter 58 Plymoth ist nun mal nicht der bedrohliche Truck aus Spielbergs DUEL. 

In den Frühwerken von King (nach CUJO, PET SEMETARY, THE DARK TOWER) sowie von Carpenter (nach ESCAPE FROM NEW YORK und THE THING) bleibt CHRISTINE eher eins der unbedeutenden Werke, das die Raffinesse und den Impact der besseren Bücher und Filme vermissen lässt.

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