Review

Vincent Brazil ist ein eiskalter, skrupelloser und unaufhaltsamer Killer, der stets jeden Job zu Ende führt. Als er eines Tages jedoch den Auftrag bekommt, den frisch aus der Haft entlassenen Gangster Polo auszuschalten, gerät er in eine tiefe Verschwörung, aus der es nur schwer ein Entkommen gibt. Denn die Entlassung Polos dient nur als Lockvogel für ein paar korrupte Agenten von Interpol, die damit den Ex-Attentäter Roland Flint aus der Reserve holen wollen, der ihnen eine Menge Schwarzgeld gestohlen hat. Flint indes, hat noch eine Rechnung mit Polo offen, denn dieser hatte seine Frau von seinen Schergen vergewaltigen und ins Wachkoma prügeln lassen. Nicht lange dauert es bei dieser Verstrickung, bis die beiden legendären Assassinen aufeinander treffen und sich in die Quere kommen. Doch anstatt fortan gegeneinander anzutreten, versuchen beide gemeinsam Jagd auf den gewissenlosen Gangsterboss zu machen. Der hat allerdings, dank korrupter Unterstützung, noch den einen oder anderen Trumpf im Ärmel.

Die wildesten Klopper- und Spagatzeiten scheinen für Belgiens prominentesten Filmexport langsam aber sicher vorbei zu sein. In Assassination Games werden ihm zwar noch einige Actioneinlagen zugestanden, allerdings lassen diese den Dampf früherer Zeiten vermissen. in der Beziehung hat hier sein Co-Star Scott Adkins klar die Nase vorn, auch wenn seine Fights einen Jackie Chan nicht in Rente treiben werden, so wirkt er doch deutlich dynamischer als Van Damme.
Die Story um die zwei Profikiller, die zunächst unwillig zusammenarbeiten müssen entwickelt sich recht langsam. Bis man die ganzen Beziehungsgeflechte durchschaut dauert es eine ganze Weile. Bis dahin kann man sich mal wieder an die malerische Ostblockkulisse und der Sepia-Farbgebung gewöhnen. Objekt der Begierde ist ein gewisser Polo, frisch aus dem Knast entlassen, hinter dem beide her sind. Vincent aus monetären Gründen, Roland aus privaten, schließlich hat Polo seine Frau vor seinen Augen mehrfach vergewaltet und diese in einen andauernden katatonischen Zustand getrieben.
Action ist für zwei so Hochkaräter der Martial Arts gar nicht mal so ausufernd. Die Fights sind zwar sporadisch eingesetzt und dabei auch recht kompromißlos choreographiert, allerdings hätte der Kampf der beiden Protagonisten gerne auch etwas länger dauern dürfen. Aber ne, lieber noch eine überflüssige Love Story für van Damme ins Script geschrieben, die mal wieder kein Mensch braucht. Schade, hier wäre mehr drin gewesen.
6/10 

Details
Ähnliche Filme