kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 04.07.2012
Es ist inzwischen eine regelrechte Flucht ins Psychologische, die Cronenberg, scheinbar geplagt von seiner Vergangenheit als Body-Horror-Auteur, betreibt. Sie führt ihn ins frühe 20. Jahrhundert, wo er sich auf ein teilweise inzestuös selbstanalytisches Dreiecksspiel einlässt. Das Cronenberg'sche in diesem Drama liegt darin, dass sich freundschaftliche, berufliche und erotische Interessen durch nicht unintelligente, mitunter verflochtene Dialoge miteinander vermischen. Keira Knightley zieht dabei leider viel zu sehr vom Leder und vergisst beim Grimassieren die Verhältnismäßigkeit. Ein wenig zieht ihre Chargiererei das Verhältnis der Figuren auseinander. Ansonsten kann man nur sagen: Souverän gelöst, und dennoch sehnt man sich nach dem alten Cronenberg.
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