Review

Perversion, Sadismus und jede Menge Pizzateig:
Fulci himself, der als Horrorregisseur Stück für Stück seinen eigenen Wahnsinn nicht mehr erträgt.
Immer mehr bildet er sich ein, in irgendwelchen Objekten oder Subjekten abgemetzelte Leichen oder gar brutale
Morde zu sehen, was ihn eines Tages dazu bewegt, einen
Psychologen aufzusuchen, was ihm jedoch alsbald nur noch mehr zum Verhängnis wird...
"Nightmare Concert" ist wirklich eine Granate, egal in welcher Hinsicht.
Mal wird eine ekelhafte Sex-Orgie von Faschisten inszeniert (man erinnere sich bloß an die Szene mit der Billardkugel), mal glänzt der Streifen mit fast schon abartigen Frauenmord-Szenen, welche nichtmal ansatzweise als
gelungen zu bezeichnen sind, ebenso wie der Plot.
Die Gore-Effekte sind wirklich mehr schlecht als recht, aber
dafür en masse.
Vermutlich hat man einfach Schaufensterpuppen genommen, sie mit Raviolli oder Spaghetti gefüllt und sie
über den Haufen gesenst (typische Fulci-Manier: Seine Leichen sehen zumeist schmackhaft aus als dass sie die Funktion haben, abzuschrecken).
Folgende Szenen sind besonders "witzig":
Crazy-Fulci jagt mit seinem Auto einem Penner hinterher,
erfasst ihn mit dem Auto und zermahlt ihn mehrmals im Vorwärts- und im Rückwärtsgang-im Nachhinein muss er jedoch feststellen, lediglich eine Plastikflasche zerknittert zu haben.
Auch die Szene mit dem braven Holzhacker ist nicht übel
(siehe Coverrückseite).
Naja, man muss es einfach selbst gesehen haben, um
mitlachen zu können.
Die Schauspieler sind übrigens unterste Schublade, vom Strich oder gar von der Abschussliste.
Der Sound ist auch so ein undefinierbarer Mist, der mich
manchmal an herabgekommene Viertel in Chicago oder Miami erinnert, bei Abendrot.
Dass die Astro-Fassung beschlagnahmt wurde, verwundert wohl niemanden, angesichts der vielen Pizza-Leichen de la mamma.
Alles in allem ein unfreiwillig komischer Film mit hohem
Kopfschüttel-Faktor und Lachgarantie.

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