Sehr durchwachsener Genremix ohne Höhepunkte
Man nehme ein wenig Folter-Terror, manchmal gute Horroratmosphäre, ein 2. Weltkriegsszenario mit viel bösen Buben, triefende Klischees und auch Schäferhunde, üble B-Film Dialoge, eine gar nicht so billige Ausstattung und ein paar gezielte Schocks und schon ist die Mischung die WAR OF THE DEAD: BAND OF ZOMBIES komplett. Also in der richtigen Stimmung bei aufnahmefähigen B-Moviefans würde ich den Film nicht als Totalausfall sehen. Die Drehorte sind den oben genannten Genreschwerpunkten gemäß ausgestattet und sehen nicht nach Studio-Pappmache aus.
WAR OF THE DEAD ist auch beileibe nicht der erste Film, der sich der Verbindung von Krieg und Zombies annimmt und auch nicht der schlechteste. Dennoch erschöpfen sich die Kriegsszenarien im Laufe der Zeit, Längen kommen auf und bis zur Hälfte der Laufzeit ist eigentlich noch gar nicht viel passiert. Immer mal wieder gibt es ähnlich ablaufende Feuergefechte und die Dramaturgie lässt sehr zu wünschen übrig und ist recht einfach gestrickt. Auch die Kamera wirkt oft anfängerhaft schwenkend eingesetzt und unnötig unruhig.
Die zombieähnlichen Freunde sind auch nicht oft im Bild, erst im letzten Drittel und die üblichen Masken und blutigen Effekte sind so gut wie gar nicht zu bewundern. Dies hat den Vorteil, dass es recht realistisch wirkt und die Fleischfresser eher wie Irre, Infizierte oder sonst wie andersartig und nicht übertrieben übernatürlich wirken und agieren. Es gibt dann noch ein wenig Rangelei mit diesen Wesen und es kann wirklich gar nichts vermeldet werden, was irgendwie kreativ oder eigen zu nennen wäre oder im Gedächtnis verbleibt.
Nach einem überraschend atmosphärischen Ende gibt es noch ein sehr schönes zynisches Schlussbild. Im Abspann gibt’s dann noch das Titellied von Apocalyptica featuring Christina Scabbia was sich in dieser Zusammenstellung wie eine Coverversion eines Evanescence Songs anhört. Desweiteren gibt es auch noch überraschende "Special Thanks" to Llyod Kaufman (Troma) und Stan Lee (Marvel), warum auch immer, vielleicht Inspiration des Regisseurs Marko Mäkilaasko dessen Debüt es war.
Man sieht dennoch, dass in den Film jede Menge Herzblut geflossen ist und sicherlich das beste aus einem sehr beschränkten Budget rausgeholt wurde. Leider ist es trotzdem relativ monoton und eintönig gelungen in jeder Beziehung. Und WAR OF THE DEAD ist dabei deutlich näher an Troma orientiert…auch wenn das aufgrund der unausgegorenen Mischung des Films schon wieder fast eine Beleidigung für das geliebte Label ist….und ich denke, dieser Film hat vielleicht die Rezension die er verdient…
3/10 Punkten