Zunächst einmal sei gesagt, dass ich Filme um das Weltkriegs-Szenario immer sehr ansprechend finde und Zombiefilme ohnehin über alles liebe, so dass der Trailer mich zunächst aufmerksam stimmte, doch konnte der Film letztlich die Erwartungen nicht mal im Ansatz erfüllen.
Zu Beginn des Filmes wird ein Einblick in die Vergangenheit um einen Kriegsbunker gewährt, welcher der deutschen Streitmacht als geheimes Labor diente, wo mit russischen Kriegsgefangenen Experimente durchgeführt wurden. Diesen wurde ein Serum verabreicht, welches sie unsterblich werden lassen sollte, mit dem Zweck, eine Untote Arme zu erschaffen. Ein finnisches Platoon mit dem Auftrag den Bunker ausfindig zu machen wird nun mit dieser Vergangenheit ein Paar Jahre später konfrontiert.
Soviel zu dem, was die Geschichte hergibt. Im Vorspann wird erwähnt, dass der Film "bis hier hin" auf realen Ereignissen basieren soll. Mehr Story benötigt ein Zombiefilm ohnehin nicht.
Am Anfang des Films war ich noch recht erstaunt, da der Film qualitativ gar nicht mal so schlecht produziert wurde, was die Grundoptik des Films angeht, sowie die Kostüme und auch hier und da ein Paar Effekte.
Ich bin grundsätzlich auch ein Fan von abstrusen Trashfilmen und habe ein recht universelles Filmverständnis, aber War of the Dead hat es in der Liste der teilweise recht schlechten Zombiefilme, die ich mir in letzter Zeit angesehen habe, nicht mal auf den vorletzten Platz geschafft, was verwundern mag, wo sich doch die Produktionsart gerade von vielen anderen ohne Weiteres abheben konnte.
Der Grund ist, dass der Unterhaltungswert der Geschichte, mit Beginn des Filmes stetig abbaut und in der Mitte des Filmes aufgrund belangloser Dialoge und Handlungsstränge leider sehr oft dazu verleitet, die Vorspultaste zu betägigen. Die Szenen in denen wir das bewundern können, wonach die Zielgruppe dieses Genres giert, nämlich Zombies, sind bis zum Ende des Filmes eher dezent platziert, bezeihungsweise durch andauerndes Geruckel der Kamera zur vollständigen Belanglosigkeit verdammt, wenn denn doch mal was interessantes passiert. Die Kameraführung sollte wohl zweckmäßig dazu dienen Atmosphäre aufzubauen, entgegen dieses Vorhabens verleitet sie jedoch eher dazu dem Film jede Atmosphäre zu nehmen.
Ob der Film irgendwelche nennenswerte Gore-Effekte beinhaltet kann ich garnicht sagen, da man eben während der actionlastigen Szenen so gut wie nichts gesehen hat. Der Versuch Spannung aufzubauen scheitert an der Vorgehensweise. Die Frau, welche die Männer finden verschwindet plötzlich im Bunker und wird von einem Soldaten gesucht. Alleine diese Szene offenbarte unzählige Drehbuchlücken. Warum läuft man in Lebensgahr schwebend alleine weg von der potentiell noch schützenden Gruppe, warum geht das Licht plötzlich aus, warum dann wieder an?
Ich gebe dem Film 3 Punkte, weil mir die Produktion recht gut gefällt, wie auch die Kostüme und stellenweise auch der Soundtrack ansprechend war, alleine die Kameraführung sorgt für einen hohen Frustrationsgrad und damit erheblichen Punktabzug. Die Stroy tut ihr übriges dazu. Möglicherweise kommt der Film aber auch deshalb so schlecht bei mir weg, da er sich nicht so ironsich nimmt und einfach zu gut produziert wurde, um als Trashfilm doch noch irgendwie unterhalten zu können.