Anno 19-Hakenkreuz während des Zweiten Weltkrieges in Finnland: Ami- und verfeindete Russensoldaten kämpfen notgedrungener Maßen gegen einen gemeinsamen Feind: Nazizombies! Ein außer Kontrolle geratenes Geheimprojekt von Hitlers Schergen droht den Krieg zu entscheiden.
Spätestens IRON SKY und INGLORIOUS BASTERS haben SS-Uniform und Eisernes Kreuz im Filmreich salonfähig gemacht. Nicht verwunderlich also, wenn derzeit mehrere Billigproduktionen auf den fahrenden Zug aufzuspringen versuchen. Der erste Langfilm des finnischen Regisseurs Marko Mäkilaakso ist mit einem Budget von einer Million Dollar eine der teuersten, auf Litauischem Boden verwirklichten Filmproduktionen. WAR OF THE DEAD flickt wahllos die beiden Knallerthemen "Nationalsozialismus" und "Zombies" aneinenander, bietet ansonsten aber weder packende Story noch zündenden Thrill. Klar, die Hirnfresser springen und spurten wie die vom Affen gebissenen Laufzombies aus 28 DAYS LATER oder dem DAWN OF THE DEAD-Remake. Dennoch ist der Plot wenig fesselnd, das Makeup schlecht und Gore wird kaum bis gar nicht geboten.
Zombies im Dritten Reich – das stinkt verteufelt nach nach Trash, nach Naziploitation, nach ILSA - SHE-WOLF OF THE SS, SHOCK WAVES, Jess Francos OASE DER ZOMBIES oder Jean Rollins ZOMBIE LAKE. So ulkig die Idee klingt, so bierernst und furztrocken wurde sie hier aufgezogen. Nix Klamauk, nix DEAD SNOW, nix Zombies mit Stahlhelm, Uniform, Schweißerbrillen und Hitlergruß. Der Streifen klaut an ein paar Stellen bei NIGHT OF THE LIVING DEAD und versucht den Rest der Zeit mit langweiligem Rumgeballere, seichten Dialogen und schlecht animierten Headshots zu überbrücken, was leider in die Hose geht.
Fazit:
Ähnlich schlecht wie OUTPOST oder HORRORS OF WAR. Kann man nur hoffen, dass FRANKENSTEIN’S ARMY intergalaktisch und kongenial wird.