Review

Man nehme eine kräftige Portion Teenie-Liebesschnulze, würze sie mit einer Portion „Kap der Angst“ und garniere sie mit einem Quäntchen „Mondo Brutale“ und „Funny Games“ .Tatarata - fertig ist eine wunderbar unausgegorene Filmmixtur, bei der alles nicht so recht zueinander passen will.
Die an sich recht simple Story wirkt reichlich konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Schuld daran ist in erster Linie das holprige Drehbuch, das die Handlung nicht kontinuierlich sondern eher sprunghaft vorantreibt und somit die Möglichkeit verschenkt, eine konsequente und behutsam entwickelte Charakterzeichnung der Darsteller zu erzielen. Dementsprechend unglaubwürdig wirken sämtliche Akteure des Films.
Ganz besonders schlimm hat es das verquaste Drehbuch mit dem smarten Mark Wahlberg gemeint, der es leider nicht vermag, seiner Filmrolle auch nur ansatzweise Realitätsnähe zu verleihen. Wie ein beliebig programmierbarer Roboter muss Wahlberg sämtliche menschliche Gefühlsregungen durchleben und im ständigen Wechsel mal den liebevollen, mal den brutalen, den zerbrechlichen, den eifersüchtigen, den bereuenden, den gewalttätigen den verständnisvollen, den lügenden oder den höflichen Liebhaber spielen. Bei aller Sympathie für ambivalente Persönlichkeiten á la Jekyll & Hyde oder Tyler Durden: Wenn man schon innerlich gespaltene Persönlichkeiten darstellen möchte, dann aber bitteschön konsequent und ohne Verwendung von derartigen Wischi-Waschi-Charakteren wie es hier leider der Fall ist !!! Zu allem Überfluss hat man dem armen Mark Wahlberg in der deutschen Fassung auch noch eine selten dämliche Synchronstimme verpasst.
Dass das ganze aber kein kompletter filmischer Reinfall geworden ist, liegt an den letzten 20 Filmminuten, die zwar ebenfalls reichlich unlogisch dafür aber zugegeben ziemlich spannend in Szene gesetzt worden sind. Zudem hat der Film in den finalen Minuten doch einige recht überraschende „Gimmicks“ zu bieten, die man so gar nicht mehr erwartet hätte.
Die 18er Freigabe des Films ist allerdings eher fragwürdig, kommt der Film doch weitestgehend ohne graphische Gewaltdarstellung aus.

Fazit: Fans, die auf ausgefeilten, wohldurchdachten Thrill stehen, werden hier sicherlich nicht auf ihre Kosten kommen. Ebenso werden Freunde härterer Filmkost von „Fear“ enttäuscht sein. Wer sich aber mal eben für 90 Minuten einigermaßen spannend unterhalten lassen will, ist mit diesem Filmchen gut bedient.

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