Japaner und ihr Hang zu Cosplay kennt viele Varianten und wenn mal gerade keine Schulmädchen ihre Röckchen lüften, oder Krieger in detailreicher Kostümierung gegeneinander antreten, sind vor allem Butler in so genannten Cosplay-Restaurants im Kommen.
Diesen Trend haben sich die Macher zunutze gemacht und die Idee weiter gesponnen, so dass in diesem Fall ein paar humanoide Roboter für das Wohl einer jungen Dame sorgen.
Trash-Fans ahnen bereits, was da auf sie zukommen mag.
Entsprechend simpel ist die Geschichte gestrickt: Tamayo lebt allein mit drei Robotern in einer kleinen Villa, besonders vernarrt ist sie in Sukekiyo, den sie als dritten Diener zum 18. Geburtstag erhielt. In wenigen Tagen soll sie ein Vermögen erben, doch ihre Halbschwester Tsukiyo (Maria Ozawa) will dies mithilfe eines Agenten verhindern…
Natürlich werden die Androiden von Typen verkörpert, die darum bemüht sind, möglichst wenig ihr Gesicht zu bewegen, obgleich sich ab und an ein Mundwinkel verzieht, mit den Augen geklimpert wird und auch mal ein Atem zu sehen ist.
Der von Tamayo so geschätzte Diener 3 trägt dazu eine weiße Latexmaske, dicke Kopfhörer und eine Metallantenne auf dem Kopf, die ab und an rot leuchtet.
Diener 2 ist hingegen ein gesichtsloser Hüne, während Diener 1 am ehesten menschliche Gesichtszüge ausweist und mit Diener 3 um die Gunst seiner Herrin wetteifert.
Die comichafte Sounduntermalung, die jede Bewegung der Roboter wiedergibt und die stümperhaften Computereffekte in Form von Blitzen sorgen derweil für kleine Humoreinschübe, während die spärliche Inszenierung ohnehin für den einen oder anderen Schmunzler sorgt, etwa, als Diener 3 in den Supermarkt rennt, dieser aber deutlich sichtbar nur den Oberkörper bewegt und der Hintergrund schwarz bleibt.
Auch die überaus seriöse Herangehensweise bei der Erklärung sexueller Praktiken vermag aufzuheitern, denn schließlich dürfen die Roboter keine Gefühlsregungen offenbaren.
So wird ein wenig nackte Haut gezeigt, etwas Softsex ist ebenfalls dabei und auch ein bis zwei Splatterszenen sind gegen Ende auszumachen, als ein Kopf abgerissen wird und ein Körper aufgrund eines Stromschlags zerfällt.
Darstellerisch darf man sich auf völlig überzogene Mimik der debilen Figuren einstellen, vor allem der Agent verfällt ins gnadenlose Overacting.
Insgesamt sind also überwiegend Trash-Freunde angesprochen, die auf spannende Szenen und eine ausgeklügelte Story verzichten können und mehr Wert auf groteske Figuren, hanebüchene Momente und skurrile Ereignisse legen.
Leider geschieht im Gesamtbild zu wenig, um über die komplette Laufzeit zu unterhalten, zumal sich einige Szenen etwas in die Länge ziehen, während die Action reichlich kurz kommt.
Dennoch ein passabler, wenn auch harmloser Zeitvertreib für alle, die mit dem typisch japanischen Humor und den dazugehörigen schrägen Figuren etwas anfangen können.
5 von 10