Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 02.10.2012

Da isser wieder, der Abrams-Effekt: Er bietet wirklich alle Zutaten für ein vergnüglich-nostalgisches Kinderabenteuer der Marke "Stand By Me", aber obwohl er alle Rohstoffe beisammen hat, mag das Gemisch einfach nicht so recht durchzünden. Obwohl die Lunte mindestens bis zur Zugkatastrophe glimmt - eine anonymisierte Kleinstadt und eine Gruppe aus schräg gegen den Strich gezeichneten Kinderfiguren, das passt soweit verdammt gut. Irgendwann kommt die Stilungebundenheit des Regisseurs aber doch durch und er wirft alle Elemente in den Plot, ohne sie zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen zu können, was doch so wichtig wäre, wo ein solcher Film doch ein Gefühl des Mittendrinseins erzeugen sollte. Stattdessen nur Kälte und Beobachtung. Da kommt der Steven-Spielberg-Familientouch am Ende dann besonders fehlplatziert. Weil aber sonst niemand mehr überhaupt noch versucht, solche Filme zu drehen und damit in "Super 8" einer der einzigen Vertreter seiner Art aus der heutigen Zeit hat, reicht es trotzdem für 6 Punkte (Nachtrag 2018: Beachtlich, wie sich diese Filmsorte inzwischen entwickelt hat...)

*weitere Informationen: siehe Profil

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