In der kleinen australischen Gemeinde Berkeley regnet es eines Tages Meteoriten vom Himmel. Menschen, die von ihnen getroffen werden, verwandeln sich in Zombies und gehen, wie es sich für einen anständigen Zombie gehört, direkt gegen ihre ehemaligen Artgenossen vor. Eine Handvoll Leute kann sich in die Farm des als wahnsinnig geltenden Farmers Marion (Mungo McKay) retten: Die örtlich frisch gewählte Schönheitskönigin Rene (Felicity Mason), die beiden Dorfpolizisten Harrison (Dirk Hunter) und Molly (Emma Randall) sowie das Pärchen Wayne (Rob Jenkins) und Sallyanne (Lisa Cunningham). Marion weiß um die Bedrohung: Außerirdische wollen die Menscheit unterjochen! Anfänglich versteckt in Marions Atombunker (?) geht's schließlich raus, denn Sallyanne ist hochschwanger und steht kurz vor der Niederkunft. Mit Abhauen sieht's allerdings schlecht aus, denn nicht nur der Regen ist gefährlich und Bestandteil des vermeintlich fiesen außerirdischen Angriffsplans, sondern die gesamte Gemeinde ist auch noch mit einer Art gigantischen, offenbar nicht von Menschen gebauten Mauer umstellt; außerdem verwandeln sich immer mehr Zombies zurück und werden kurz danach per Lichtstrahl in den Himmel gebeamt, wo sie dann im wahrsten Sinne des Wortes rumhängen. Nach ziemlich kreativ gestaltetem Gemetzel, das die Handlung des Films begleitet, stellt sich heraus, dass die Außerirdischen die Menschen nur von ihrer durch die Meteoriten angeschleppten Zombie-Krankheit heilen wollten.
"Die australische Antwort auf Braindead", heißt es. Dabei hat Braindead im Gegensatz zu Undead keine Fragen offen gelassen. Der Splatterfaktor ist hier recht hoch, der Pistolen-Running-Gag gelungen und die dt. Freigabe sehr begrüßenswert (16), aber der Plot wirkt arg konstruiert und die Darsteller gehen einem teilweise sehr auf den Sack. Sallyanne z.B. ist nur deshalb schwanger, damit es einen Grund gibt, von der Farm abzuhauen. Der Dorfbulle Harrison darf als derjenige blöde Redneck herhalten, der die ganze Zeit die Situation verkennend und verschlimmernd rumnervt und -flucht, nur um das Voranschreiten irgendwelcher sinnvollen Aktivitäten zu verhindern und somit für ein paar mehr Metzel-Einlagen zu sorgen. Das Ende ist auch unbefriedigend: Plötzlich sind die Aliens nach erledigter Menschenheilung wech (die Zombies, die nicht in Stücke geschossen oder geschlagen wurden, verwandeln sich zurück), aber die Infektion bricht von neuem aus, und dieses Mal ist nicht nur Berkeley, sondern ganz Australien betroffen, sodass Rene in Teil 2, den man sich hier offen halten will, wieder kräftig rumsauen kann.
Aber wer weiß, was dahinter steckt? Vielleicht ist's eine geschickt verpackte politische Aussage: Erst werden Meteoriten (Bomben) geschmissen, dann kommen die Aliens (Amis) zum Aufräumen, was die Situation zeitweilig verbessert (Übergangsregierung), aber letztlich für nur noch größeres Chaos sorgt, als die Aliens abhauen und sich nicht mehr drum kümmern, sodass die Einwohner auf dem Riesenhaufen Mist sitzenbleiben. Aber einen solche Parallele zu ziehen wäre so absurd wie die Handlung des Films. Ganz nett, 6/10.