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Der dunkle Lord ist zurück! In diesem Fall kommt er aus einer fernen Galaxie, trägt eine schwarze Blechbüchse auf dem Kopf und einen schwarzen Umhang. Somit ist er sofort als mutiertes Pendant zu Darth Vader zu erkennen. Begleitet wird er von einigen Zwergen, welche verblüffend nach den Jawa aus „Star Wars“ aussehen, nur das ihnen die leuchtenden Äuglein fehlen. Der Grund ihres Besuches auf der Erde, ist die Suche nach Prinzessin Serina, welche es aber gar nicht gibt, jedenfalls nicht auf der Erde. So muss halt die völlig unbeteiligte Karen herhalten.
„Gremlords“ ist Weltraum-Schrott vom allerfeinsten, auch wenn wir den Planten Erde nicht verlassen, dazu hat dann sicher das Budget dieses B-Films nicht ausgereicht. Ja, wir begeben uns noch nicht einmal aus einer x-beliebigen amerikanischen Kleinstadt hinaus. Aber das ist egal. Denn in diesem amerikanischen Mikrokosmos regiert mit Ankunft der nicht gerade freundlich gesinnten Invasoren das Chaos. Und was für eins. Der Film lässt dem Zuschauer kaum eine Atempause und hangelt sich von einem deppertem Einfall zum nächsten. Ist dabei absolut hektisch und ruft hier und da den „Angriff der Killertomaten“ ins Gedächtnis zurück. Nur das „Gremlords“ nicht unbedingt so sinnlos komisch ist, und der Klamauk in relativ gelenkten Bahnen verläuft. Denn trotz des herrschenden Chaos im Film, wird in „Gremlords“ eine Geschichte erzählt, die nie aus den Augen verloren wird. Und wie gesagt, man verliert sich nicht in sinnlosem Klamauk, sondern behält immer das Ziel des Films im Auge, zu einem würdigen Ende zu kommen und nicht in absolute Sinnlosigkeit abzudriften.
Das es sich bei „Gremlords“ um eine abgedrehte B-Komödie handelt, sollte nach den obigen Zeilen klar sein. Aufs Korn wird hier vor allem die „Star Wars“ – Saga genommen. Aber auch Filme wie „War of the Worlds“ (1953) und etwas „Kampfstern Galactica“ bekommen ihr Fett weg. Das dabei in solch einer Produktion natürlich nicht geraden humoristische Glanztaten entstehen, liegt auf der Hand. Einige Gags sind aber gelungen und können dem Filmfreund des Genres so manches Grinsen entlocken. Echte Schenkelklopfer sind aber nicht dabei, dafür um so mehr Rohkrepierer. Auch von den Darstellern sollte man lieber nichts erwarten. Es wird agiert wie es solch ein Film eigentlich verlangt. Overacting von Schauspielern einer Abendschule ist angesagt. Dass jene dann auch noch mit möglichst blöden Dialogen um sich werfen, ergänzt das Gesamtbild des Films, welcher meist den Charme einer Amateurproduktion hinterlässt, als den, eines amtlichen B – Films.
Die FX sind natürlich ebenso billig, wie der gesamte Film anzusehen. Das Raumschiff und die Tricks dazu sind zwar gelungen, aber andere Szenen, wie eine Verfolgungsjagd mit fliegenden Einkaufskörben, sehen einfach nur räudig mies aus. Alles andere, wie Laserstrahlen und Explosionen bewegt sich in einem ansehnlichen Rahmen. Somit ist „Gremlords“ ein durchaus unterhaltsamer Blödelfilm und für vor allem für all diejenigen geeignet, welche sich schon mit „Angriff der Killertomaten“ oder „Angriff der Riesenspinnen“ wunderbar unterhalten fühlen.

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