Lange habe ich gewartet, doch jetzt gibt es endlich wieder Slasher-Movies! Als großer Fan von Schlitzerfilmen hatte man es in letzter Zeit ja nicht leicht. Durch das immer größere Desinteresse der Zuschauer kammen so nach und nach immer weniger und vor allem immer schlechtere Filme des Slasher-Genres heraus.
Doch nun kommen sie wieder. Michael (Halloween 8) und Jason (Jason X) treiben wieder sein Unwesen und auch kleinere Produktionen machen wieder die Runde. So zum Beispiel dieser hier. Und er ist genau das, was ich erwartet habe: Ein annehmbarer, nicht sonderlich guter Horror-Happen für zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger.
Kurz zur Story:
Ein grausamer Killer mit einer Hakenhand hat vor 13 Jahren ein Pärchen am Lovers Lane ermordet. Er konnte gefasst werden und wurde in die Psychiatrie gesteckt. Doch eines Tages kann er entwischen und das Morden geht von vorne los.
Klingt nach nichts neuem? Gibt es auch nicht. Denn dies ist die große Schwäche des Films. Es gibt wirklich absolut nichts neues. Im Gegenteil. Der dreiste Ideenklau aus "Ich weiß..." einen Haken als Mordwaffe zu benutzen, macht einen sogar ein bisschen wütend. Man fühlt sich irgendwo veräppelt. Da allerdings die meisten Schlitzer immer mit Messern arbeiten, ist es auf der anderen Seite auch wieder gut das der Haken zum Einsatz kommt, den das Messer hat man ja nun noch viel öfter gesehen.
Aber nicht nur das, auch die schlechten Schauspielerleistungen, mindern den Filmgenuss. Das in Teeniestreifen kaum gute Schauspielerleistungen vollbracht werden ist ja bekannt, doch so schlecht wie hier sind sie wirklich selten. Anna Faris (Scary Movie), die in diesem Film ihr Filmdebüt hatte (was für eine Ironie), spielt so was von grausam, das man sich wundern muss das sie überhaupt noch weiterspielen durfte. Na ja.
Als sei das nicht genug, gibt einem die Musik dann (fast) den Rest. Die Morde haben einen so schlechten Score im Hintergrund, das man sich kaum erschreckt und Bassattacken alla "Ich weiß noch immer..." fehlen völlig. Einen "Raspberry-Award" hätte diese Musik alle mal verdient.
Das einzige, was den Film rettet ist das zwar etwas verwirrende und unlogische , aber trotzdem gut ausgedachte und überraschende Ende mit einer netten Wendung. Oder hättet Ihr gedacht, das dies der (oder vielleicht die) Mörder ist/sind? Ich jedenfalls nicht.
Was am Ende bleibt ist deshalb nur ein Slasher, der fast hinter allem zurückbleibt, was es so an Schlitzerfilmchen gibt. (Sieht man mal von den grausigen "Sex oder Stirb" und dem grottenschlechten "Swimming Pool" ab) Allenfalls Neulinge werden sich das ein oder andere Mal erschrecken. Für alle Anderen nur einer unter vielen.
Eben ein Horror-Happen für zwischendurch: SCHAUEN, VERDAUEN UND VERGESSEN.
Wertung: 4/10