Review

Serienkiller morden ja bevorzugt an irgendwelchen Feiertagen und da trifft es sich ganz gut, dass grade rund um die titelgebende Lovers Lane der Valentinstag gefeiert wird. Passenderweise bückst auch noch ein Psychopath aus der ortsansässigen Anstalt aus und so kann dann mal wieder ordentlich geschrien und gestorben werden.

Leider dauert es eine ganze Weile bis der Irre mit der Hakenhand (da haben sich die Autoren ja mal einen ganz besonders großen Schluck Kreativität zum Frühstück gegönnt) endlich loslegt. Vorher gibt's noch einen Überblick über die mies gespielten Schema F Charaktere (dumme Teens, von denen zwei in Verbindung zum Killer stehen, weil der auf den Tag genau vor 13 Jahren ihre Eltern gemeuchelt hat), ordentlich Gesabbel der Marke "Extra Doof" und wer zu den Tapferen gehört, die trotzdem nicht umschalten, darf sich noch an einer abgetrennten Plastikhand erfreuen, die so unecht aussieht, wie die Lippen von Frau Ohoven.
Legt der Killer dann endlich los, geht das Desaster munter weiter, denn die Morde sind derart lahm und unspektakulär, dass man sich wirklich fragen muss, wer die Altersfreigabe für diesen Stumpfsinn festgesetzt hat. Unpassender geht's jedenfalls kaum. Die Kills finden größtenteils im Off statt, so dass man nur das Ergebnis zu Gesicht bekommt (und dabei muss man auch schon genau hinsehen, um festzustellen, ob der Betreffende jetzt wirklich tot ist) und wenn mal On-Screen gestorben wird, dann langweilig, unblutig und wenig kreativ. Am gelungensten ist noch der Part im leerstehenden Haus, denn hier kommt zumindest kurzzeitig ein Anflug von Atmosphäre auf (auch weil der Score endlich mal nicht gänzlich versagt).
Die Auflösung ist dann auch so richtig schön dümmlich, da man mit der Brechstange einen Killer präsentiert, der sich - Überraschung, Überraschung - nicht als der anfangs entflohene Psycho entpuppt. Na, wer hätte das geglaubt (einmal Kreativität nachschenken bitte, die ist irgendwie schon wieder alle und der super duper Schlussgag muss doch auch noch mit rein).

Unter dem Strich bleibt dann also ein mehr als ödes Schlitzerfilmchen, das nach allseits bekanntem Strickmuster abläuft, ohne dabei auch nur in die Nähe des Genredurchschnitts zu gelangen. Hätte der Streifen wenigstens ansatzweise so etwas wie Spannung oder ein paar halbwegs gelungene Mordszenen auf der Habenseite, wäre das ja gar nicht mal so ganz schlimm. Hat er aber nicht und deshalb schnarcht hier auch der größte Horrorfan irgendwann weg. Gähn! (2/10)

Details
Ähnliche Filme