Review

Vor dreizehn Jahren metzelte ein wahnsinniger Mörder ein Liebespaar auf der Lovers Lane nieder. Wenig später wird der Mörder festgenommen und in eine Irrenanstalt verfrachtet. Jetzt, am Valentinstag, bricht der Killer aus der Klinik aus. Und scheinbar hat er es diesmal auf die Kinder der damaligen Opfer abgesehen. In der Stadt bricht ein Chaos aus und auch die anderen Freunde müssen auf der Hut vor dem Mörder sein.

Seit Scream gibt es immer wieder Kopierer, die im Kielwasser des Erfolges von Cravens schwimmen möchten. Leider kommen nur die wenigsten der Epigonen an die Klasse des Urvaters des modernen Slasher heran. Lovers Lane ist mal wieder so ein Vertreter, der diese Story versucht zu kopieren. Das scheitert allerdings schon aus mehreren Gründen. Zum einen am minimalen Budget, das wirklich nichts erlaubt, was nach brauchbaren Effekten und Kulissen aussieht. Die Kills sind wenig beeindruckend, unblutig und meistens auch noch Offscreen, so daß sich ein richtiges Horrorfeeling nie so richtig einstellen mag.
Das schlimmste sind allerdings mal wieder, die Nasen die in diesem Film als Figuren auftreten. Das liegt gar nicht mal unbedingt an den Schauspieler, die zwar auch nur bestenfalls knapper Durchschnitt sind und Anna Faris scheints nicht geschadet zu haben, da sie kurz danach mit der Scary Movie Reihe Erfolg feierte, sondern vielmehr an der Klischeeparade der Pappnasen. Können das denn nicht mal einigermaßen vernünftige Charaktere sein, die nachvollziehbare Handlungen betreiben und irgendwie zumindest Ansatzweise aus dem Leben gegriffen sind. Nee, es gibt wieder den üblichen Bratzensalat an Unsympathen aus dem College, mit denen man im Normalfall nicht mal die Straßenseite teilen möchte, solche Doofies sind es, die mir das Slashergenre in den letzten Jahren madig gemacht haben.
Immerhin kann sich die schmale Handlung mit dem Standardrätsel über Wasser halten, wer denn nun die neuerlichen Morde verübt hat. Allerdings wer genau darauf achtet wer sich wann und wo mit wem zusammenaufhält, kann schon alle bis auf den Täter ausschließen. Der Twist am Schluß ist dafür ganz nett gelungen, denn klar ist ja seit Scream, sinds fast immer mehr als nur eine Person. Sonst halten sich Tempo und Hochspannung nicht gerade in Herzinfarktsgefährdenden Sphären auf, einen Ehrenpunkt gibts für die DDR Nationalflagge an der Wand eines der Kiddies. Aber gut ist der Film wirklich nicht, ein typischer Nachzieher ohne eigene Ideen, oder Szenen an die man sich erinnert.
4/10  

Details
Ähnliche Filme