Review

Nunja, endlich kam ich mal in den Genuss einen von Ittenbachs früheren Werken zu bewundern, in denen er sich noch deutlich im Amateurbereich bewegte, nachdem ich als ersten Film von ihm Beyond the Limits gesehen hatte.

The Burning Moon gilt ja quasi als Vorgänger von Beyond the Limits. Wo da die Parallelen sein sollen frag ich mich zwar immer noch. Die einzige Ähnlichkeit besteht darin das beide Filme in verschiedenen Episoden erzählt werden.

Nun aber zum Inhalt oder der Story (wenn mans denn so nennen kann) von The Burning Moon.

Irgendein einfältiger, dicker Taugenichts (Olaf Ittenbach himself) hat Stress zuhause und soll sich eine Arbeit suchen. So desorientiert, einfältig und scheisscool, wie der Junge aber nunmal ist, versaut er das natürlich (absichtlich sei zu erwähnen).
Dabei merkt man Olaf eigentlich null an, das er hier eine Rolle spielt. Ittenbach kommt hier als protzige, kleinkarierte und als asoziale Flachpfeife exzellent rüber und man könnte meinen er sei im echten Leben auch so ein unerträglicher, ungebildeter Proll. Nunja voller Frust und vollgespritzt mit Heroin erzählt er seinen kleinen Schwester 2 kleine "Gute-Nacht-Horrorgeschichten".

Die erste Geschichte handelt von einem Mädchen, das sich gerade erst getrennt hat, meist bloss an Arschlöcher gerät und nun einen total romantischen Kerl kennengelernt hat. Dieser puppt sich dann aber als irrer Mörder aus, wovon das Mädchen Wind kriegt. Durch ein Missgeschick, hat der Irre die Adresse des Mädchens und rächt sich durch das Töten der Familie an ihrer Flucht.

In dieser Episode bratzelt es nur so vor sich hin. Im Amateurbereich ist dies auch immer noch das non-plus-ultra und kann sich gut und gerne mit andren Grössen messen lassen. Ittenbach ist zwar kein Savini, die Qualität der Effekte ist aber 1000 mal so gut wie diese von Schnaas und Taubert zusammen. Das einzige Problem besteht aber weitesgehend darin, das die Effekte völlig deplatziert und selbstgerecht eingefügt wurden und wenn ich eins hasse ist es das Schmoddern des Schmodderns wegen und nicht um der Dramaturgie noch mehr Ausdruck zu verleihen, welche so eigentlich auch so nicht vorhanden ist.
Die Darsteller an sich, bewegen sich im Amateurbereich, allesamt aber besser als in Taubertfilmen. Das wirkliche Problem liegt in der Nachsynchronisation die absolut nicht passt und nicht lippensynchron ist.

Die zweite Geschichte handelt von einem kleinen, bayrischen Bauerndorf in den 50er, alles sehr idyllisch und spießig in Szene gesetzt, kommt das ganze doch schon sehr authentisch rüber und fängt direkt mal ein kleinen sozialkritischen Aspekt ein, wenn der Dorfpriester gezeigt wird, wie er eine Frau vergewaltigt und daraufhin erschiesst und am nächste Tage heuchlerisch zu Grabe trägt. Diesbezüglich ist aber auch schon direkt die Spannung weg, man weiss quasi alles, der Rest der Story bezieht sich darauf, das der Rest des Volkes jemanden verdächtigt und diesen zur Strecke bringen will. Der Priester verspricht allerdings diesem, das jener, der ihm was zuleide tut, in der Hölle schmorren wird.

Ittenbach hat sich in der Story hier dezent mit Gore zurückgehalten, wodurch auch der Mittelteil scheisslangweilig ist. Erst am Ende steigt der Gorefaktor erheblich an, als eine 8minüte Höllenszene gezeigt wird. (Ohne Dialog) bloss reichlich Rumgemansche und Gesplattere, was zwar nicht schockiert aber äußert deplatziert und eklig ist.

Fazit:
Insgesamt ein äußerst goriger Amateursplatter ohne tiefe Aussage. Ein reines Schlachtfest von einem einfältigen Regisseur, für Splatterkiddies ohne Ansprüche an Dramaturgie, Tiefgang und Atmosphäre. Aber Amateursplatter schaut man ja eh bloss wegen den Effekten, nicht weil hier schauspielerische Glanzleistungen geboten werden.
5/10

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