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Peter ist arbeitslos und zu nichts zu gebrauchen. Ein Jobangebot lehnt er einfach ab, indem er sich beim Vorstellungsgespräch unmöglich benimmt. Anschließen trinkt er ordentlich Bier, und abends trifft er sich mit seinen Kumpels um eine Massenschlägerei zu Veranstalten. Als er zuhause ankommt zwingt sein Vater ihn, auf seine kleine Schwester aufzupassen. Peter, der gar keine Lust darauf hat, knallt sich mit Heroin zu und erzählt der kleinen 2 "gute Nacht" Geschichten:
1. Julia's Love
Julia lernt einen netten Typen kennen, der sich schnell als der gerade aus der Anstalt entflohene Irre entpuppt. Sie kann ihm entkommen, verliert jedoch ihr Portemonnaie und lockt den Killer so zu sich nach Hause, wo er sich an ihrer Familie vergeht... .
2. The Purity
Ein Pfarrer ist absolut Irre und vergewaltigt in einem kleinen bayrischen Dorf Frauen und bringt sie anschließend um. Er hat sich einem Satanskult verschrieben und sieht den Tod als eine Art Reinigung an. Auch das er sich umbringt hilft nix, denn die Dörfler glauben, dass der etwas zurückgebliebene Justus der Mörder ist und bringen ihn um. Damit haben sie sich eingebrockt in die Hölle zu kommen und unglaubliche Qualen zu erleiden... .
Die Story von Burning Moon hört sich recht interessant an, und nachdem Olaf Ittenbach mit Black Past einen recht guten Film abgeliefert hatte war die Erwartungshaltung zu Burning Moon natürlich auch hoch. Leider kann der Film dies überhaupt nicht erfüllen, im Gegenteil, er ist ein richtiger Rückschritt von Ittenbach hingegen seines Erstlingswerks. Natürlich braucht auch dieser Film wieder lange, bis er zur Sache kommt, und vor allem die Schlägerei am Anfang wirkt deplaziert und ziemlich lächerlich. Die erste Geschichte ist dann auch ein Paradebeispiel für Schlafmittel im Fernsehen und wirkt einfach nur peinlich. Genau so geht es auch mit der zweiten Folge weiter. Diese fängt zwar gut an, in dem mit der direkten Überblendung vom Mord zur Beerdigung, jeweils mit dem Pfarrer, recht provokant gearbeitet wird, aber sie fällt immer weiter ab. So sieht man, das der Pfarrer auf Wunsch seines Vaters den Job in der Kirche angefangen hat, ihm aber der Teufel erschienen ist und er so vom Weg abgekommen ist. Näher wird das ganze jedoch nicht beleuchtet, und so sieht es wie ein nicht zu ende gedachter Einfall aus. Hinzu kommt ein nerviger Soundtrack, und so ärgert man sich darüber, dass Ittenbach es einfach nicht geschafft hat sich filmisch weiter zu entwickeln. Schade. Zur oft erwähnten Höllenszene muss ich noch anmerken, dass diese ähnlich der Traumsequenz in Black Past ist, im Vergleich zu ihr jedoch ziemlich schlecht.
Fazit: Zwei bis drei nette Einfälle und anständige Effekte retten den Film nicht über inhaltliche und formale Mängel.

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