Peter hat es schon wieder vergeigt, einen Job zu bekommen. Es interessiert ihn einfach nicht. Lieber zieht er nachts im Rausch mit seiner Gang durch die Gegend um sich mit anderen Banden zu prügeln, anstatt was Anständiges zu tun. Auch zu Hause gibt es nur Stress. Als Peters Eltern weggehen, muss er auf seine kleine Schwester aufpassen. Nachdem sich Peter wieder eine Spritze gegeben hat, erzählt er seiner Schwester zwei Geschichten, damit sie besser einschlafen kann.
Irgendwie seltsam, nachdem ich Ittenbachs Regiedebut Black Past als amateurhaft aber trotzdem partygeeignet sehe, finde ich seinen Nachfolger doch eher amateurhaft und besch....Eiden. Wahrscheinlich hat es der Film aber nicht durch seine zwei Geschichten über einen serienkillenden Serienkiller und der bluttriefenden bayrischen Dorfromantik verkackt, sondern schon allein mit dem Intro und der folgenden Rahmenhandlung.
Ittenbach selbst spielt hier den Assi Proll Peter, ein sympathischer Zeitgenosse, den man ganz bestimmt nicht in seiner Nähe wissen möchte. Da fragt man sich schon irgendwie, ob das jetzt die zentrale Figur sein soll oder ein Antiheld oder doch einfach nur ein eitriger Auswurf des Drehbuchs. Dazu kommt eine Nachsynchronisation, wie sie schlechter kaum sein könnte und auch Darsteller, die mimisch den Brettern nicht das Wasser reichen könnten, die ich gestern im Baumarkt sägen ließ. Beim Vorgänger war das zwar ebenso, aber die Story fand ich deutlich eingängiger und einstiegsfreundlicher.
Ziel dürfte hier eher gewesen das, zweifellos vorhandene, Splatter- und FX-Talent auszuprobieren und sicherlich weitere Erfahrungen darin zu sammeln, aber wenn der erzählerische Part des Ganzen ziemlich Mist ist und eigentlich nur dazu da ist ungeschickt die Lücken zwischen dem Eingeweide-Weitwurf-Festival zu überbrücken. Als Bewerbungsvideo für die Splatter GmbH & Co KG würde ich Burning Moon ja durchaus durchgehen lassen, aber als Unterhaltungsfilm hat es keinen Spaß gemacht.
3/10