Wieso die Meisten gute Actionfilme automatisch mit millionenschweren Explosionen, Stunts, etc., verbinden, ist mir schleierhaft. Diese Quälitäten machen wohl kaum einen guten Film aus.
Dass das Genre Action heute meist mit Hirnabschaltung verbunden ist, will ich nicht leugnen.
Zugegebenermaßen haben sich (besonders unter den Terroristen) viele hervorragende Schauspieler in diesen oder in diesem Film verirrt. Die verkörperten Charaktere sind eindimensional und klischeebeladen. Cage ist der Grundgute, Harris ist wie ein "echter Soldat " nur seinem Kodex verpflichtet... hier ist die Moral, dass er ja ein guter Soldat ist, nur leider auf der falschen Seite steht. Es wird so konstruiert, dass man ihm in seinen Anklagepunkten auch gerne zustimmt, nur leider dürfe er nicht das "Recht" in seine Hand nehmen.
Einerseits wird indirekt die Botschaft vermittelt, dass so gut die "Terroristen" (diese Form des Patriotismus kann nur noch als Terrorismus bezeichnet werden, wobei die Gegenseite natürlich unerreichbar bleibt) auch vorbereitet und ausgerüstet sein mögen, sie werden den US-amerikanischen Rechtsapparat nie die Spielregeln diktieren bzw. in die Knie zwingen können. Klassiker konnten sich diese Ignoranz nicht leisten. Naja, sonst wären sie ja auch nie welche geworden.
Ach ja, bevor ich es vergesse:
Die Explosionen, die Stunts - also die Action und letztlich das, was den Film für die Meisten ausmacht - ist dermaßen größenwahnsinnig/protzig inszeniert. Echt lächerlich (z.B.Explosion der historischen Straßenbahn) - im Abspann genannt zu werden, wäre mir peinlich. Mir wird übel, wenn ich daran denke, welche Unsummen in diesem Film in Luft gejagt worden sind.