Review

Ein Klassiker unter den "Terroristen"-Filmen mit Ed Harris, Sean Connery und Nicolas Cage.

Story:
Ex-General Hummel (Ed Harris) ist ziemlich angefressen: Oft hat er für sein Land gekämpft und Männer verloren, doch nie die seiner Meinung nach wichtige Anerkennung erhalten. Um sich zu rächen, beschließt er kurzerhand, auf Alcatraz einzufallen und dort 15 Rakten mit VX-Giftgas zu stationieren. Entweder er bekommt innerhalb von 40 Stunden eine entsprechene Summe oder die Rakten werden Richtung San Francisco geschickt. Zusätzlich hat er noch 80 Geiseln einer Führung in seiner Gewalt. Was also tun? Mit dem Fall beauftragt werden zum einen FBI-Agent und Spezialist für chemische Waffen, Stanley Goodspeed (Nicolas Cage), zum anderen der ehemalige britische Geheimagent und Strafgefange Patrick Mason (Sean Connery). Zusammen mit einem Trupp Soldaten wollen sie Alcatraz stürmen, die Raketen entschärfen und Hummel unschädlich machen...

Die Story ließt sich natürlich nicht sonderlich spektakulär und wurde auch schon mehrmals in leicht abgeänderter Form verwendet. Trotzdem kann "The Rock" sich mehr als sehen lassen. Das liegt zum einen mal an den wirklich coolen Effekten, die größtenteils handgemacht sind, dann am nicht zu unterschätzenden Härtegrad (zwar nur wenige wirklich brutale Szenen, aber insgesamt schon härter als etliche Weichspülerfilme der letzten Jahre) und schließlich auch an der Topbesetzung. Ed Harris kann als desillusionierter General voll überzeugen, der letztendlich von seinen eigenen Leuten außer Gefecht gesetzt wird. Nicolas Cage als Bürohengst, der Gefechten lieber aus dem Weg geht als sich direkt hineinzustürzen macht genauso eine gute Figur. Am sympatischsten kommt aber Sean Connery rüber. Er verkörpert den zynischen Knackie perfekt, hat eine Menge cooler Sprüche parat und rettet Cage mehr als nur einmal seinen Arsch.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Tatsache, dass endlich mal keine ausländischen Terroristen (am besten noch aus dem Ostblock oder Nordkorea...) zum Zuge kommen, sondern ganz einfach Amerikaner, die mit dem Treiben ihrer Regierung und des Militärs nicht einverstanden sind und sich entsprechend zur Wehr setzen. Ob das nun realistisch sein kann oder nicht, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass im Gegensatz zu Grütze wie "Stealth" der Patriotismus im Hintergrund bleibt und nicht in jedem zweiten Satz breitgetreten wird.

Einen kleinen Minuspunkt gibt's lediglich für ein paar Ungereimtheiten, wie z.B. die Geiseln auf Alcatraz, die im Grunde nur Alibi-Funktion haben und gar nicht weiter erwähnt werden. Auch wie eine startende Rakete einen direkt davorstehenden Soldaten nicht verletzen kann, bleibt wohl ein Geheimnis der Produzenten.

Egal, schwamm drüber. "The Rock" ist ein junger Klassiker der Actionfilme, der trotz seiner beachtlichen Laufzeit von über 2 Stunden kaum Länge aufweist. Dafür sorgt allein schon Sean Connery.

Fazit: Wer "Stirb Langsam" und ähnliche Filme mag, muss auch "The Rock" gesehen haben. Amerikanische Terroristen sieht man ja dann doch nicht alle Tage in solchen Filmen...

9 von 10 Punkten

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