Wenn man uns 25 - bis 30jährige Mimen als Schüler verkaufen will und laut einigen Inhaltsangaben ein Polizist, gespielt von Christian Slater, einen Mord in einer Kleinstadt untersucht, obgleich der hier gar nicht aktiv wird und lediglich einen Auftritt von zehn Minuten absolviert, stehen die Vorzeichen für einen gelungenen Thriller recht ungünstig.
Im Oktober 1994 brachte ein junger Typ seine Familie um, nur das Neugeborene überlebte. Nun will ein Schülerteam um Julian jene Ereignisse für ein Projekt festhalten, doch bei weiteren Recherchen stößt man auf erste Gehversuche vom Filmpionier Louis Le Prince, den manche Leute für den Teufel höchstpersönlich halten…
Lange Zeit fragt man sich als Betrachter, welche Richtung die Erzählung eigentlich einschlagen soll, denn nach dem einigermaßen spannend aufgezogenem Intro folgt man völlig substanzlosen Figuren bei ihrem Filmprojekt, schwenkt ab und an in eine Umkleidekabine und dem Voyeur in einem Filmarchiv, bis man es mit einer komplett zusammengekleisterten Mischung aus „Ring“ und „Ich weiß noch immer…“ zu tun bekommt.
Dabei werden einige Figuren zu Besessenen, die nach Sichtung (manche auch gänzlich ohne) einiger Filmausschnitte ihre Persönlichkeit verändern und negativ auf andere einwirken.
Zwar kommt es im Zuge dessen zu kleinen Splattereinlagen wie einem weggeschossenen Kopf oder einem heraus gebohrtem Auge, doch die verschiedenen Handlungsfäden gleich mehrerer geklauter Versatzstücke werden zu keiner Zeit zu einer Einheit verschmolzen.
Man schwankt arg zwischen übersinnlichem Thriller, leichten Horroreinlagen, Mustern eines Slashers und kann sich bis zuletzt nicht auf einen Schwerpunkt einigen, wodurch der Stoff von A bis Z unausgegoren daherkommt.
Dazu passen allerdings die ausdruckslosen, völlig austauschbaren Gesichter und auch wenn Slater wohl nicht mehr in großen Hollywoodproduktionen mitwirken dürfte, so kann er hier noch am ehesten punkten.
Bis auf die kurze Außenansicht eines heruntergekommen Hauses können ferner auch die Kulissen nicht überzeugen, zudem mangelt es latent an Drive, da zu wenig Bewegung im Spiel ist, denn zum Finale interessiert schon längst nicht mehr, wer da noch ins Gras beißt und ob irgendwelche Flüche noch aufgehalten werden können.
„Playback“ entpuppt sich als krude Mischung ohne Inspiration. Er folgt kaum einer klaren Linie und mäandert mit zahlreichen Nichtigkeiten vor sich hin, die von Slaters irrelevanten Figur bis zu einigen unspektakulär in Szene gesetzten Ableben und einer grob ausgeführten Maske reichen. Nichts, was der Filmfreund düsterer Materie benötigt…
2,5 von 10