Nach „Haunted Hill“ bringt uns William Malone „Fear dot com“ und kann damit nicht im geringsten an seinen Erfolg anknüpfen.
Opfer mit blutigen Augen, die scheinbar ohne Grund sterben. Für Detektive Reilly eine harte Nuss. Er braucht Hilfe vom Gesundheitsamt, da vielleicht ein Virus an den blutigen Augen schuld sein könnte. Er bekommt Terry Huston zugeteilt, die aber keine Anzeichen für einen Virus findet. Auch die Gerichtsmedizin findet keine Anzeichen für die blutigen Augen. Doch beide machen unbekümmert weiter.
Reilly hat aber auch noch einen anderen Fall, den er bis jetzt nicht knacken konnte. „Der Doktor“, ein verrückter früherer Medizinstudent foltert im Internet vor laufender Kamera Menschen zu Tode. Bald laufen alle Fäden zusammen...
Tja, schade. Was gut beginnt und von der Story her gar nicht mal so schlecht ist, entwickelt sich nach einiger Zeit zu einem langweiligen Film in bester Discooptik.
Anstatt einfach in der realen Welt zu bleiben, verlagert sich schließlich alles in den Fantasybereich, so dass man irgendwann die Lust verliert.
Dies liegt an den völlig langweiligen Schauspielern, die sich natürlich näher kommen und sich ewige Treue schwören. Denn im Laufe des Filmes findet man heraus, dass alle Personen an einer Internetseite sterben. Und Reilly, ein Mann ein Wort, logt sich da natürlich auch ein.
Da freut man sich schon mehr, wenn man als Nebendarsteller Leute wie Jeffrey Combs oder Udo Kier bekommt. Aber Pustekuchen, beide haben nur minimale Auftritte, auch hier kann nicht gepunktet werden. Combs bringt dem Film wenigstens ein wenig Schwung mit seiner leicht genervten und kruden Art, aber wie gesagt, viel Screentime bekommt er nicht. Dafür bekommt man halt die beiden Langweiler.
Wie sieht es mit den Effekten aus? Na ja, die wären sicherlich nicht schlecht, nur kann man sie so gut wie nicht sehen, dank der Discoeffekte wie ich es nenne. Schnelle Schnitte, Licht an Licht aus, viel erkennen tut man nichts. Einige härtere Effekte kann man nur erahnen, denn sobald man richtig was sehen könnte, Schnitt, wir sehen das Gesicht der Langeweiler.
Hinzu ein paar blanke Busen, das war es hier. Wieder keine Punkte.
Tja, Ende. Sonst bietet der Film gar nichts bis auf einen Endschock, der keiner ist. Ganz toll ist auch der Abgang von Jeffrey Combs, versteht man nicht, wie den kompletten eigentlich auch nicht.
Fazit: Ja, das war wohl nix. Was relativ gut beginnt stürzt brachial ab. Dank der beiden Langweiler, kaum zu erahnende Effekte, gute Nebendarsteller, die man aber kaum sieht etc.
Erklärungen? Quatsch, brauch man nicht, der Film ist doof, da braucht man auch keine Erklärungen. Würde man auch nicht finden. Warum 3/10? Na OK, guter Anfang, Combs und Kier, ein paar nette Effekte. Wer so was nicht mag, gleich abziehen, dann sind wir bei 1-2/10.