Greg (Ray Lui) ist ein High-Tech-Super-Elite-Computerviren-Spezialist, der neuesten Generation.!? Außerdem ist er der Bruder von Peter (Aaron Kwok). Schön und gut, doch TOT ist er trotzdem, darniedergestreckt, von einem 50er-Barrett (lustiges Schießgewehr, mit welchem man faustgroße Löcher, in nahezu jedes Material, schießen kann) Das er wirklich tot müßt ihr glauben (ein erbärmliches schreien und anschließendes röcheln, bis zum Exutus, haben zumindest bei mir diesen Eintrug entstehen lassen), aber warum ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Auf jeden Fall ist unser Yuppie, im Wall Street-Outfit, mit dieser Situation, psychisch überfordert, weshalb er zum STAHLMANTELGESCHOß mutiert.
Frei nach dem Motto "Eben noch am Laptop und schon in, Will mir einer an's Leder, geht'er", stösst er zusammen mit seinem Yuppie-Kumpel Benny (Daniel Wu aus "Purple Storm" oder "Gen X Cops") bei der Suche nach Fakten auf einige, interessante, Antworten...
Regisseur Gordan Chan ("Beast Cops"), Zeitweise ein Garant für potenzielle Hits und vorallem eine Bereicherung, für den Hong Kong-Film, hats mal wieder geschafft aus einem Maximum an stumpfsinniger Story, fett viel Kohle, sowie einer ordentlichen und vorallem bekannten Darstellerriege, einen Box Office-Hit, genauer gesagt, den Box Office-Hit, des chinesischen Neujahres 2000, zu reallisieren. Heraus gekommen ist ein nettes Action-Bömbli, bei welcher der Zünd-Administrator, in Form von Gordan Chan, im Laufe des Filmes, für etliche Detonationen sorgt und diese wahrhaftig ein Fest für Aug und Ohr darstellen. Die Geschichte wird geradlinig und ohne große Patzer, in Sachen Logik und Verständnis, erzählt und soll wohl auch nur Mittel zum Zweck, für die Aneinanderreihung, einiger ziemlich heftig und kinetisch in Szene gesetzten, Actionsequenzen
(Hammerhart, die Sequenz: Beginnend mit dem Mord an Peters Bruder, gefolgt von einem mittleren Copmassaker, überholt von durch die Luft schwebende Autos, etwas Martial Arts, Gunfightorgien, sowie etliche, bis zum erlößenden Tod, schreiende Protagonisten)
dienen. Kameramann, oder besser "Gott", Arthur Wong schafft es einmal mehr, äußerst intensive Bilder einzufangen, weshalb der Film absolutes Ami-Blockbuster-Film-Niveau erreicht. Zwar ist das für die meisten ein echter Kritikpunkt, aber das hat bei z.B. "Enter the Eagle" auch niemanden gestört. Der Blutpegel ist (in Errinnerungen, an die gute alte John Woo-Zeiten, schwelgend), dankenswerterweise hoch und sämtliche Charaktere, sollen früher oder später, ihr eigenes Blut, spritzen, sehen. Die Performance von Aaron Kwok und seinen Mannen, ist glaubwürdig und bietet sogar einen echten Könner (Francis Ng z.B. "Bullets over Summer").
Der Score ist ziemlich passend und nimmt stellenweise, epische, Formen an. Einzig und allein der Showdown ist eine Entäuschung , weil es ihn quasi gar nicht gibt, da lediglich ein paar Übeltäter, durch gezielte Schüße, ausgeschalltet werden und dies, im Vergleich zum vorher gesehenen, echt lächerlich wirkt.
Trotzdem,
für die Action-Freaks allererste Wahl, für Puristen ein weiterer Elite-Vertreter und für die Amiaction-Filmverseuchten, wohl die gleiche Erfahrung, wie der erste Orgasmus.