(SPOILER INSIDE!!!)
Als sich mit „Hellraiser - Inferno“ die Hellraiser-Saga in die Bereiche des Thrillers begab, behielt man auch mit „Hellseeker“ diese Richtung bei und verzichtete diesmal (fast) komplett auf das Auftreten der Zönobiten. Doch erst mal von Anfang an:
Die Story:
Als Trevor (Dean Winters) mit seiner Freundin Kirsty (Ashley Laurence bekannt aus den Vorgängern) einen Autounfall mitten in einen See baut, scheint Kirsty ertrunken zu sein, Trevor aber überlebt. Nach diesem Ereigniss muss sich Trevor nicht nur mit albtraumhaften Visionen und Träumen herumschlagen, zu allem Überfluss wird er auch noch verdächtigt, seine Freundin aus Geldgier umgebracht zu haben. Stückchen für Stückchen setzt sich das Puzzle über Trevors Vergangenheit zusammen und er muss einsehen, dass Lust und Leid, Traum und Wirklichkeit nahe beieinander liegen...
Wie ihr seht, wird auch mit diesem Teil die Thriller-Schiene beibehalten, was mich nicht wirklich stört, da man offen für Neuerungen sein sollte. Die Geschichte kann, ähnlich wie „Inferno“ viele Überraschungen präsentieren und für viel Verwirrung sorgen. !SPOILER! Auch wenn sich das Ganze am Ende doch stark an „The Sixth Sense“ oder ähnlichen Filmen orientiert. !SPOILER ENDE!
Die Darsteller:
Die Leute machen ihre Sache durchweg gut und sind nicht so „blass“ und „leer“ geraten, wie in „Inferno“. Natürlich darf Doug Bradley in seiner Paraderolle als Pinhead nicht fehlen, obwohl er nur, wie auch der Rest der „Zönobiten-Crew“ (Ich schreibe absichtlich Zönobiten, da so offentsichtlich die deutsche Bezeichnung lautet) in einigen sehr kurzen Auftritten aus der Hölle treten darf.
Die Atmosphäre:
Was die Spannung angeht, gibt es einige nette Schocker zu erwarten (Süßigkeiten-Automat) aber leider fehlt es dem Ganzen doch ganz schön an der typischen Hellraiser-Atmo. Das mag daran liegen, dass diesmal einfach zu wenig von den Zönobiten gezeigt wird und so sich der Film eigentlich nicht „Hellraiser“ nennen sollte, sondern nur „Hellseeker“. Der Film wird untermalt von einigen gelungenen Rückblen-den, die die Vergangenheit von Travor und das Ganze drum-herum des „Unfalls“ belichten. Zwar gibt es keinerlei Splatter-Einlagen zu bewundern, aber manche Szenen sind für eine FSK:16 recht hart geworden. Zu erwähnen sei noch, dass anscheinend ein Grünfilterglas verwendet wurde, was aber sehr unpassend ist und in einem „Hellraiser“,meiner Meinung nach, nichts zu suchen hat.
Die Musik:
Manche Mausikfetzen von „Hellseeker“ scheinen schon dutzende Male von anderen Filmen benutzt worden zu sein und somit darf man keinerlei Inovationen erwarten.
Fazit:
Hellraiser Hellseeker ist ein solider Thriller mit Hellraiser-Anleihen geworden, dem es aber eindeutig an der Hellraiser-Atmosphäre und den Zönobiten fehlt. Die Darsteller machen eine gute Sache und für eine „Direct to DVD“ - Produktion ist der Film ziemlich gut synchronisiert worden. Als besonderen Leckerbissen gibt es noch einige nett anszusehene Girls die für etwas „Eyecandy“ sorgen können. Der Film ist durch sein Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit interressant geworden, hätte aber nicht wirklich sein müssen.