Der Film beginnt erstmal mit einem wunderbaren Wiedersehen. Ashley Laurence ist nämlich direkt zu Beginn wieder vorhanden und verkörpert ein weiteres Mal die Figur der Kirstie, nur halt eben viele Jahre später. Die Freude währt allerdings nicht lange, da sie nur eine Nebenrolle inne hat.
Man konzentriert sich nämlich auf ihren Ehemann, der ähnlich wie in Teil 5 von Alpträumen und Visionen geplagt ist. Allerdings erreichen sie niemals die Klasse des Vorgängers. Das liegt aber meines Erachtens daran, das sie immer auf ähnlichem Niveau bleiben und keine Abwärtsspirale zu erkennen ist. Durch diese Gleichförmigkeit ist der Spannungsbogen zu konstant, um wirklich mitzureißen. Cenobiten gibt es wenig zu bestaunen und Pinhead hat ebenfalls nur einige Kurzeinsätze, die aber bei weitem nicht so prägnant in Szene gesetzt wurden, wie noch bei Teil 1. Somit plätschert der Film ein wenig vor sich hin, bis er 15 Minuten vor Schluß nochmal Vollgas gibt und einige wirklich interessante Dinge offenbart. Diese wirken durchaus fulminant und heben den Film in der Endbewertung ein gutes Stück nach oben. Doch Vorsicht! Wenn man sie hinterfragt, wirken sie unglaublich schwachsinnig konstruiert und lassen die Endbewertung auch direkt wieder nach unten segeln.
Bislang also der schwächste Teil der Reihe, der jetzt zwar nicht unbedingt langweilig ist, aber auch nicht richtig zu überzeugen vermag. Kann man sich aber durchaus ansehen, wenn man die Reihe eh komplett durchexerziert. Immerhin versucht er einen direkten Bogen zu Teil 1 und 2 zu spannen, was ihm phasenweise sogar glückt. Allerdings nur inhaltlich und darauf hätte man bei näherer Betrachtung lieber verzichten sollen. Visuell kann er natürlich gar nicht mithalten.