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Das ist eine bemerkenswerte Independent-Produktion, die im surrealen und aufwendigen Comicstil reale Darsteller aus Fleisch und Blut in eine virtuelle Welt integriert, die teils von Hand gezeichnet und teils am Rechner entstanden ist. Das optische Resultat ist dank der Sorgfalt, mit der hier gearbeitet wurde, eine wahre Wucht und wirkt in nur ganz seltenen Fällen, etwa bei der Flugzeugschlacht zu Beginn, wie die typischen Cutscenes eines Computerspiels. Auch der exzessive Einsatz von Farbfiltern zur besseren Unterscheidung der verschiedenen Zeitpunkte der Handlung (Braun für 1945, ein milchiges Blau für 1948) entpuppt sich als gut gewähltes Stilmittel. Nur die Story über einen US-Piloten und seine rührende Freundschaft zu 2 deutschen Kindern hat so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Lasst Euch also nicht von meiner relativ niedrigen Wertung abschrecken: BRIDGES ist es definitiv wert, einmal angeschaut zu werden.