Ex-Elitesoldat Granger lebt zurück gezogen ein unspektakuläres Leben in einer Großstadt. Doch eines Nachts ändert sich plötzlich alles. Ohne zu wissen, was mit ihm geschieht, wird Granger von zwei brutalen Kämpfern angegriffen, die nur ein Ziel kennen: seine Vernichtung! Mitten im Kampf erhält er unerwartete Hilfe der Zauberin Elianna, die ihn und seine Widersacher mit Hilfe eines mächtigen Zaubers in das Königreich Ehb katapultiert. Im vom jahrelangen Krieg zerstörten Königreich erfährt Granger, dass er ein direkter Nachfahre Farmers ist und die einzige Hoffnung des Volkes auf Frieden.
War der Vorgänger schon ein eher durchschnittlicher Film, aber mit toller Besetzung, schob Uwe Boll eigentlich ungefragt ein Sequel hinterher. Mit dem Vorgänger hat zwei Welten dann auch konsequent so ziemlich gar nichts mehr zu tun, außer das unser Held Granger ein Nachfahre des Farmers sein soll und die ganze Plotte wieder in Ehb spielt. Darsteller hat man (oder auch konnte man) nicht übernehmen, so mußte Dolph Lundgren quereinsteigen und den Film führen. Allerdings wirkt er hier reichlich müde und/oder lustlos, die physisch präsenten Zeiten eines Ivan Drago scheinen für ihn endgültig vorbei.
Die Story ist dabei ein ziemlicher Witz, da experimentiert Farmers Nachfolger auf dem Thron mit biologischen Waffen und droht damit nicht nur Ehb zu vergiften sondern auch Grangers Welt. Dieser trainiert erstmal ein paar Kiddies in Karate (ja Dolph, du bist ein Guter, wir haben verstanden) und wird dann von ein paar Kapuzenheinis mittels Zeitportal ins Mittelalter katapultiert wird. Ab hier rippen wir erstmal ein wenig den 13. Krieger, er soll mit ein paar Soldaten die heilige Mutter und deren dunkle Krieger bekämpfen.
Also gehts ab in die Wälder, die uns in der Folgezeit auch erhalten bleiben. Mindestens 80% der Handlung spielt kostengünstig in der freien Natur. Ich glaube die anderen 20% hab ich mich dann über die schlecht sitzende Prücke des Königs amüsiert. Ansonsten wird viel Blech geredet, eine Love Story darf auch nicht fehlen und die Kämpfe sind alles andere als packend aufgebaut. Immerhin gibts gegen Ende noch einen Drachen, der ein wenig unter der Soldateska aufräumen darf.
Einen wirklich rationalen Grund sich diese Billigproduktion anzutun hab ich keinen auftreiben können. Alles wirkt lieblos zusammengeschustert und auch die Darsteller sollten sich schleunigst ins nächstgelegene Zeitportal verziehen. das Schlimme ist dabei, das am Ende sogar noch eine weitere Fortsetzung angedeutet wird, was eigentlich nur in eine Katastrophe laufen kann. Mit dem Streifen kann Uwe Boll jedenfalls bestenfalls beim SyFy Channel hausieren gehen.
2/10