"Art of War" ist ein durchaus gut gemachter Action-Thriller, der allerdings nach bekanntem Muster verläuft.
UNO-Agent Neil Shaw (Wesley Snipes) arbeitet verdeckt und professionel. Sein Können wird beweißt sich, als man ihm den Mord an einem chinesischen Botschafter unterschiebt und ihn als Hauptverdächtigen verhaftet. Aber er kann fliehen und beginnt, den wahren Mörder zu jagen. Gnadenlos gehetzt vom FBI und den Triaden, stößt er auf eine blutige Verschwörung...
Wesley Snipes (Mord im Weißen Haus) demonstriert hier erneut seine Kickbox-Künste, doch setzt er sie nicht so eindrucksvoll und effektiv wie in den "Blade"-Filmen und "Demolition Man" ein. Doch auch ansonsten gibt er eine gute Performance ab. Seine Filmpartnerin Marie Matiko (Der Anschlag) gibt hingegen nur eine passable Leistung ab und hinterlässt kaum Eindruck. Nur etwas besser ist Anne Archer (Das Kartell) als intrigante UNO-Schlampe. 80er-Star Michael Biehn (The Terminator) spielt ihr zur Abwechslung mal den verräterischen Schurken, was er recht gut macht. Ansonsten bekommt man noch Donald Sutherland (Buffy - Der Vampirkiller) und Hollywoods Allzweck-Schlitzauge Cary-Hiroyuki Tagawa (Mortal Kombat), der mit Snipes bereits schon in "Die Wiege der Sonne) zusammen vor der Kamera stand, zu sehen.
Die Story erinnert stark an Kollegen wie "America's Most Wanted" und "Kiss of the Dragon", wobei mir Jet Li's Einsatz um einiges besser gefallen hat als der von Wesley Snipes. Auch die Action kann hier nicht so beeindrucken wie in dem von Luc Besson produzierten Streifen und ist eher nur Hollywood-Standart. Zwar kann Snipes ordentlich fighten und es gibt auch passable Shoot-Outs, doch hat man das woanders schonmal und auch besser gesehen. Zudem wird im Finalkampf die damals durch "The Matrix" voll angesagte Bullet-Time eingesetzt, was dem Kampf einen Teil an Realismus nimmt. Die bekannte Story zieht sich dann auch etwas zäh und teils langweilig durch den Film. Für etwas Härte wird dann in der Spiegelszene und der Imigranten-Container-Szene gesorgt, was der FSK wohl den Anlass für eine Freigabe ab 18 gab.
Insgesamt macht das "Art of War" zu einem passablen Action-Thriller nach bekanntem Schema, was woanders schon besser sowie eindrucksvoller in Szene gesetzt wurde. Da hilft auch die Hochglanzoptik a'la Michael Bay nix.