Review

Krieg ist eine Kunst

Neil Shaw (Wesley Snipes) hat es als Undercoveragent der UN nicht immer leicht. Auf einem Galaempfang, der als Plattform für ein neues Handelsabkommen zwischen China und den USA dienen soll wird der chinesische Botschafter Wu erschossen und Shaw als Hauptverdächtiger festgenommen.

Auf dem Weg ins Gefängnis wird die Polizeieskorte von Triadenmitgliedern überfallen und Shaw entführt. Gerade als seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe landen sollen kann er sich befreien und ist von nun an ein kleiner Bauer in einem perfiden Schachspiel. Die Übersetzerin Julia Fang hilft ihm zunächst mehr oder wenig unfreiwillig, seine Unschuld zu beweisen und die wahren Drahtzieher hinter dieser Geschichte dingfest zu machen.


The Art Of War ist ein Actionthriller klassischen Zuschnitts, bei dem praktisch alles stimmt: Die Story ist vielschichtig, aber nicht zu komplex, als das man ihr nur mit Anstrengung folgen könnte, die Charaktere sind stimmig und treiben auf ihre jeweils eigene Art die Geschichte foran und einige Plottwists halten den Zuschauer bei der Stange.

Es wird zwar für erfahrene Zuschauer recht schnell deutlich von wem Shaw reingelegt wurde, dennoch kommt der eigentliche Moment überraschend und ist packend inszeniert worden. Parallelen zu Filmen wie Last Boy Scout oder True Lies sind nicht von der Hand zu weisen, aber besser gekonnt abkupfern als schlecht neu erfinden.

Auch Actionfans kommen hier keineswegs zu kurz, gibt es neben einigen nett choreographierten Fights auch blutige Schießereien, die bisweilen recht hart rüberkommen und eine 18er-Freigabe rechtfertigen. Selbstverständlich ist der Film auch nur in dieser Version empfehlenswert, da für die FSK 16-Version über zwei Minuten geschnitten wurden. Positiv zu erwähnen ist auch die Tatsache, das die Actionszenen geschickt über die komplette Laufzeit von knapp 2 Stunden verteilt wurden, so dass es nie zu Leerlauf kommt.

Der ist bei dieser spannenden Story aber ohnehin kaum möglich, dafür sorgen neben den gut ausgearbeiteten Charakteren auch deren Dialoge, die durchaus auch mal ein wenig Humor reinbringen, der gut integriert ist.

The Art Of War bietet prinzipiell alles, was Action- und Thrillerfans sich wünschen könnten und präsentiert einen Wesley Snipes, der zeigt, dass er auch abseits von Blade andere Charaktere glaubhaft verköpern kann.

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