Bei einer Weltraummission stößt eine Astronautencrew auf ein außerirdisches Raumschiff im Zentrum des Halleysche Komet. An Bord befinden sich duzend vertrocknete Fledermaus-Alienleichen und eine heiße, nackte, leblose Braut in einem Glassarg. Letztere wird natürlich auf die Erde nach London mitgenommen, wo sie zum Leben erwacht und Terror und Verwüstung auslöst. Der steile Zahn entpuppt nämlich als Körperwandler und Vampir, der den Erdenbewohnern die Lebensenergie abzapft und eine Heerschar von Untoten erschafft...
LIFEFORCE von Kultregisseur Tobe Hooper (TEXAS CHAINSAW MASSACRE, POLTERGEIST) ist effektreicher, mit dem Hauch von Lächerlichkeit gesegneter Sci-Fi-B-Movie-Spaß aus den Untiefen der 1980er-Jahre und so viel besser als Hoopers späterer Alienmurx INVASION VOM MARS. Aus heutiger Sicht wirken die FX mitunter arg trashig, wenngleich auch ungemein charmant, da sie durch die Bank von liebevoller Handarbeit zeugen. Über der Erde schwebt ein gigantisches, regenschirmförmiges Ufo. Menschenseelen steigen in Form von Neonschwaden und Ectoplasma in den Himmel. Die Opfer der den ganzen Film hindurch als Nackedei auftretenden Ische sind verschrumpelte, ausgesaugte Gammelzombies. Höhepunkt in Punkto unzulängliche Effekthascherei sind aber wohl die Fledermausaliens aus Latex. So richtig putzig und schlecht. Die Story mit den Weltraumvampiren darf man dann bitte nicht so ernst nehmen. Ob nun Formenwandler, Energiesauger, Bodysnatchers oder außerirdischer "Vampyros Lesbos" ist doch im Endeffekt egal. Auch wenn man etwas Geduld mitbringen und sich durch einen Wust aus Storywirrwarr kämpfen muss, macht LIFEFORCE ordentlich Spaß. Mit an Bord sind Steve Railsback (INSEL DER VERDAMMTEN, ED GEIN, VISITOR - DIE FLUCHT AUS DEM ALL), die hübsche Französin Mathilda May (DER SCHAKAL, NACKTER TANGO) und "Cpt. Picard" Patrick Stewart (STAR TREK: NEXT GENERATION, X-MEN) mischt auch mit.
Fazit:
Trashiger Sci-Fi-Kracher mit der leckersten Alienbraut seit SPECIES, Lisa Marie in MARS ATTACKS! und Leela aus FUTURAMA.