Für Dreizehnjährige sicherlich ein Albtraum.
(Leichter Spoiler voraus.)
Geisterjäger-Reality-TV-Serien-Macher lassen sich für eine Episode in einer längst geschlossenen Psychiatrie einschließen, in der sich ungeklärte Phänomene ereignet haben sollen. Was dann geschieht, überliefern die Aufnahmen der Crew...
Found-Footage-Horror im Fahrwasser von "Paranormal Activity", der relativ passabel/ vielversprechend beginnt, um dann - ab dem Punkt, wo das Mädchen in der Ecke eine amateurhaft schlechte CGI-Dämonenfratze offenbart - immer mehr ins Beliebige und unfreiwillig Komische abgleitet. Der Film fügt weder dem Spukhaus- noch dem Found-Footage-Genre Eigenes oder Neues hinzu, wirklich jede Szene wurde anderswo schon besser inszeniert.
Die Kulisse ist ganz ordentlich und die Schauspieler agieren immerhin etwas über Amateurniveau, doch das naive Drehbuch ist (neben den billigen Effekten) das Problem: langweilig, ohne Anspruch, in jeder Form Klischee. Die Protagonisten wurden dabei so flach entworfen, dass selbst das Attribut "stereotyp" als Charakterisierung schon zuviel wäre, es bleibt nur der Eindruck, dass sie allesamt unsympathisch sind. - Ob sie dahinscheiden oder nicht: Es tangiert keine Sau.
Der niedliche Versuch sehr junger Regisseure, den "Vicious Brothers", einen Schocker zu drehen, der unter den großen und erwähnenswerten Produktionen der Found-Footage-Horror-Blutlinie ( "Cannibal Holocaust" - "Blair Witch Project" - "Paranormal Activity"- "REC") keinen Platz findet; auch vom Charme eines "Trollhunter" ist "Grave Encounters" meilenweit entfernt.