Christian Legagneur (Philippe Noiret) engagiert Roland Wolf (Robin Renucci), damit er für ihn seine Memoiren verfasst. Um ihm alles Wesentliche zu erzählen, lädt der alternde Showmaster, dessen Senioren-Fernsehsendung ungemein beliebt ist, den Autor in sein mondänes Landhaus ein. Dort ist die Atmosphäre locker, da kann man sich gleich viel ungezwungener unterhalten. Außerdem bietet sich zwischendurch die eine oder andere Partie Tennis oder Schach förmlich an. Neben einer Handvoll Angestellter lebt auf dem Anwesen auch Legagneurs fast volljähriges Patenkind Catherine (Anne Brochet), die von einer seltsamen Krankheit geschwächt ist. Während der charismatische & wortgewandte Star & sein wissbegieriger Autor entspannt plaudern, wird rasch klar, dass Wolfs Priorität nicht auf der geplanten Biografie liegt...
Der Titel dieses Thrillers von Claude Chabrol ist Programm. Fast alle in das Geschehen involvierte (& ganz wunderbar gespielte) Figuren tragen Masken. Und was zum Vorschein kommt, wenn die Masken fallen (& ja, die Masken fallen natürlich im Laufe des Films), ist mitunter hässlich. Auf den ersten Blick wirkt der Landsitz samt seiner Umgebung angenehm, harmlos & idyllisch, doch sobald die schöne Fassade zu bröckeln beginnt & man Blicke auf das Dahinter erhascht, tun sich wahre & höchst unangenehme Abgründe auf. Chabrol seziert das große Lug-&-Trug-Spiel gewohnt bissig & hintergründig, durchsetzt mit einem boshaften Humor, der ebenso zum Vergnügen beiträgt wie die unterschwellige Spannung, die lange vor sich hin brodelt, bis sie im großartigen Finale schließlich ihren packenden Höhepunkt erreicht. Die Rede am Ende ist Gold.