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Chien Fu ist der etwas naive, aber gutherzige Hausbursche in einer Kung-Fu-Schule. Aus Barmherzigkeit versorgt er einen Bettler mit Essen und Trinken. Dieser lehrt ihm zum Dank seltsame Tanzschritte und Handbewegungen und verschwindet. Chien Fu kommt dahinter, dass er so eine Kung-Fu-Technik lernt, die sich in späterer Folge als die Schlangentechnik herausstellen sollte, die nur einer kann: Pei Ching Yeng, polizeilich gesuchter Rebell. Chien Fu sucht den Bettler, findet ihn und lässt sich von ihm durch harte Lektionen in der Schlangentechnik ausbilden.
Die Schlange im Schatten des Adlers ist einer der großen Klassiker von Jackie Chan und eigentlich der erste Film in dem er seine Kombination aus Athletik und Slapstick so richtig ausleben konnte. Dabei spielt die eigentliche Story um Rebellen und mandschurische Verräter so ziemlich gar keine Rolle, sondern ist lediglich ein Aufhänger um die abwechselnden Spaß- und Kampfszenen lose zu verbinden. Hauptcharakter ist dabei ein ziemlich naiver Hilfsbursche der durch Gutmenschtum die Freundschaft eines Meisters des Schlangenstils erwirbt, von ihm diese Technik lernt und so zwangsweise auch auf der Abschußliste des überlegenen Adlerstils und dessen Vertreter gerät. Ironischerweise jedoch führt später seine Katze namens Tiger einen Kampf gegen eine Kobra durch, wodurch der Schlangenstil um die Komponente Tigerpranke erweiter wird und Chien Fu an die Spitze der Kampfkunstnahrungskette katpultiert.
Die zahlreichen Kämpfe sind dann auch sehr gut choreographiert und werden auch von fähigen Leuten geführt, die Martial Arts Einlage sind stets auf Champions League Niveau, allerdings hat mir am besten der freundliche Kampf um eine Reisschale zwischen Schüler und Meister gefallen, die eigentlich perfekt die Comedy und Geschicklichkeitskomponenten umschließt. Abstriche muß man allerdings bei der Schauspielkunst machen Chan spielt eigentlich nicht sondern grimassiert sich mehr durch den Film, auch der Rest ist mehr mit overacten beschäftigt. Dafür funktioniert der Humor ganz gut, was man ja über das Hong Kong typische Spaßverständnis ja nun weiß Gott eher nur in den seltensten Fällen sagen kann. Zwar sind auch Deppencharaktere wie der Schulleiter und der fette Sohn des reichen Zahnlückenträgers mit dabei, jedoch fallen diese nicht allzu unangenehm auf. Sehr gut geworden ist dafür die Figur des zauseligen Altmeisters geworden, der eigentlich allein schon das Eintrittsgeld wert ist, während die Bad Guy Fraktion reichlich eindimensional ausgefallen ist.
Trotz mancher verzeihbarer Schwächen ist die Schlange... ein wirklich sehr guter Comedy Fu Film geworden, sogar die verabreichte deutsche Spaßsynchro tat dem Streifen sehr gut und verzeichnet beim Zuschauer einige Lacher und die gezeigte Akrobatik ist ebenfalls über alle Zweifel erhaben. Von mir gibt die uneingeschränkte Empfehlung.
9/10

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