Review

Inhalt:

Lord Sheng (Hwang Jang Lee) hat sich ein Ziel gesetzt: Er, der Meister des Adler-Stils will alle, die Anhänger des Schlangen-Stils sind, töten.
Er ist auf dem besten Wege dazu, jedoch gilt es noch den alten Meister Pai (Simon Yuen) zur Strecke zu bringen.

Derweil muss der arme Fu (Jackie Chan) in einer KungFu-Schule ein demütigendes Dasein führen, welches er nur mit gehörigem Humor erträgt. Sein Lehrer Li (Shek Tien) piesackt Fu als untalentiert und nichtsnutzig. Fu und Pai begegnen sich, und Fu nimmt das Training unter der Leitung des trinkfesten Haudegen auf.

Fu lernt schnell, mischt die Stile, als eine Katze das Lehrbuch zerstört und einer Schlange das Fürchten lehrt, mit dem Katzen-Stil.

Alles für einen mörderischen Show-Down mit Sheng........


Fazit:

Der König ist tot, es lebe der Hofnarr! So könnte man es umschreiben, was in den Jahren nach 1973 die Filmschaffenden der damaligen Kronkolonie Hongkong bewog, händeringend einen Nachfolger des großen Bruce Lee zu suchen und irgendwie zu finden.
Jackie Chan sollte als Nachfolger des größten Kämpfers aller Zeiten aufgebaut werden, und Lo Wei, der Hausregisseur Lee´s in Hongkong, gilt als sein Entdecker. Jedoch floppten die Filme allesamt, Wei und Chan konnten inszinatorisch nicht zueinander finden.

Also lieh Lo den ungeschliffenen Rohdiamanten Chan an den Kollegen Ng See Yuen und dessen Regisseur Yuen Woo Ping aus. Und dies für 2 Filme: "Snake in the eagle´s shadow" und "The drunken master".
Dies erwies sich für Chan als Glücksfall, beide Filme wurden weltweit beachtet
Zu Recht wie ich finde..., dies hier ist der etwas ernsthaftere der beiden Streifen..., der Witz kommt aber nicht zu kurz, die Story ist geradlinig und flott durchinszeniert. Der Film lebt, wie alle "Knochenbrecher"-Eastern vom Aufprall eines Jungspunds mit ihm, dem trinkfesten Schleifer in Sachen innovativer Kampftechniken mit den ganzen schmucken Tierbezeichnungen, Simon Yuen, der "Drunken master".
Pluspunkte verbucht der Streifen durch witzig choreographierte Trainingssequenzen, aber auch durch ernsthafte KungFu-Fights zum Anfang und zum Ende des Films.
Minuspunkte erhält die Musik..., die teilweise nicht zum Streifen passt, neuartige Disco-Musik in einem Eastern aus einer früheren Epoche..., na ja.

Von den Darstellern her überzeugen natürlich Simon Yuen und Jackie Chan, der hier dem Genre der "KungFu-Komödie" aus den Startlöchern half, wie wohl kaum ein anderer Darsteller, auch im Westen kam diese Verschiebung des Eastern-Genres ins Komödiantische, diese Slapstick-Variante des KungFu-Films glänzend an. Es wurde als Abwechselung von den grimmigen Eastern-Stars ala Wang Yu betrachtet.

Doch gefiel mir ein anderer Darsteller noch besser als der grimassierende Chan: Hwang Jang Lee..., ausgerechnet der villain dieser Produktion.
Dieser Darsteller hat ein unbeschreibliche, geradezu kryptische Ausstrahlung.
Er bleibt durchweg ernst, und bildet in diesem Streifen den wichtigen Gegenpol zu den beiden Witzbolden, ohne dabei ins "Guck mal, der dumme Augustin" abzufallen, dazu ist dieser Darsteller viel zu charismatisch.
Und seine Technik ist glänzend, dies stellt er insbesondere in einer ihn vorstellenden Kampf-Sequenz so ziemlich am Anfang des Streifens unter Beweis, hier ist übrigens auch das Dubbing äußerst vorzüglich. Dieser Gegensatz Chan/Jang Lee..., er ist das Rezept der Regie, er ist noch viel mehr die Quintessenz des Films als der Gegensatz Chan/Yuen, das macht diesen Eastern erst so richtig gut.

Die Filme Jackie Chans -insbesondere dieser hier und "The drunken master"- bilden den Endpunkt in der Entwicklung des Old-school-Eastern-Genres. Es war klar, die Entwicklung würde wie beim Italo-Western (erst Eastwood, dann Spencer/Hill) verlaufen: Wenn die harten Konventionen festgefahren sind, erfolgt die Verschiebung ins Komödiantische. "Die Schlange im Schatten des Adlers", witzig, rasant, zeitlos. Einer DER Klassiker der Eastern-Komödie. 

Details
Ähnliche Filme