Review

Inhalt:

Irgendwo in China, vor über 100 Jahren. Der Heaven Devil (Yen Shi-Kwan) und der Earth Devil (Kwan Yung-Moon), sie sind brutale Mörder.
Sie wollen auch die Ching-Brüder, Ching Tsun Nam (James Tien) und Ching Tsun Pei (Chan Wai-Lau) töten, doch können diese mit ihren Söhnen entkommen.
Die beiden leben voneinander getrennt, und die Söhne wachsen heran.
Der Sohn von Ching Tsun Pei, Ah Tung (Austin Wai), ist ein Faulenzer und Rumtreiber.
Der Sohn von Ching Tsun Nam, Ching Lung (Jackie Chan), genannt "Dragon", wo er auch hinkommt, gibt es Streit und Ärger. Ching Lung will bei einem Gast-Wirt (Shek Tien) Arbeit finden, aber das bleibt nur eine Episode.

Die Devils kommen Ching Tsun Nam auf die Spur. Sie töten ihn auf grausamste Weise, Ching Tsun Nam verbrennt bei lebendigem Leibe in seiner Hütte.
Ching Lung will nunmehr seinen Onkel finden, und über den Bettler Siu (Ma Cheung), den schlacksige "Frog" (Hon Kwok-Choi) und das Mädchen Ha Ling (Pearl Lin), wird der Kontakt hergestellt.
Sie alle werden, so wie Ching Tsun Pei von den Devils getötet.

Die Söhne, Ah Tung und Ching Lung, stellen sich den Devils, nachdem sie die goldgewandeten Schergen dieser Verbrecher ausschalteten, zu einem letzten Kampf auf Leben oder Tod.....


Fazit:

Ich hoffe, den Inhalt dieses etwas kruden Streifens richtig wiedergegeben zu haben.
Mit dieser letzten Produktion, die Jackie Chan für seinen Mentor und Produzenten, Lo Wei, mitmachte, und dies nur zum Teil, da Chan während der Dreharbeiten das Set verließ.., endet denn auch meine kleine Reihe mit Rezensionen über die Zusammenarbeit dieser beiden Männer.

Chan Chuen führte für diesen Eastern der Filmgesellschaft "Lo Wei Motion Picture Co." die Regie, und der Streifen stand wohl unter keinem guten Stern.
Wie erwähnt, verließ Chan, zuvor ja schon an andere Film-Unternehmen ausgeliehen, dort erfolgreich, und auch beim Vorgänger "Fearless hyena" erstmals selbst Regie führend, während des Drehs dieses Sequels Lo Wei.
Und so musste mit einem oder mehreren Doubles, sowie Ausschnitten aus dem Vorgänger, diese Produktion noch ziemlich holprig zu Ende gebracht werden.

Heraus kam ein etwas kurios geschnittenes, halbgar wirkendes Werk, "Machwerk" wie Jackie Chan es selbst in seiner Biographie nannte. Chan ging sogar juristisch gegen die Veröffentlichung dieses Streifens hier vor, durch einen Vergleich zwischen Lo Wei und Chan´s neuem Arbeitgeber, "Golden Harvest", verblieben die Rechte an diesem Film aber bei Lo Wei, der den Film dann doch auch tatsächlich so raus brachte.
Lo Wei wollte auf der inzwischen los getretenen Erfolgswelle der Chan-Filme mitreiten, dass sein Film hier zusammengeflickt wirkte, schien ihn dabei wenig zu kratzen.

Die Atmosphäre ist die eines typischen "Wald- und Wiesen"-Eastern, immerhin hell-klare Bilder, ein angenehmer Look, trotz einfacher Kulissen.
Chan Chuen hat Schwierigkeiten, einen roten Faden aufzunehmen, die Story um die beiden Brüder und deren Söhne wirkt etwas diffus, und wird unausgegoren umgesetzt.
Mit einigen Albereien, versucht man das magere Script anzureichern, und die Kämpfe sind anfangs wenig überzeugend. 
Es wirkte auf mich so, als wenn Chan Chuen der Crew sagte, wir drehen mal einfach drauf los, und die Story läuft sich dann schon zurecht.
Tut sie irgendwie sogar auch, aber die Qualität des ganzen ist denn eher mau. Immerhin gelang es den Leuten im Schnittraum, das ganze noch halbwegs zu einer sich zurechtlaufenden, dünnen Storyline zusammen zu zimmern, schusterten die Schnitt-Leute das noch einigermaßen mit Ach und Krach zu einem Fight-Finale zusammen. Na ja.

Ein schnitttechnischer Salat, der uns da vor allem am Ende serviert wird. Chan-Doubles von hinten, die mit den Bösewichten kämpfen, Austin Wai dann himself gegen die Villains, und mittendrin auch Szenen aus dem Vorgänger, bei denen der Original-Chan glücklicher Weise gegen Yen Shi-Kwan fightet, der ja sowohl im einen wie im anderen Film als Villain agierte. Na, so ein Zufall aber auch, das half denn weiter.
Blöd nur, dass die Hintergründe somit ratzfatz wechseln, vom offenen Feld in "Fearless hyena", hin zur Waldlichtung hier. Mit kurzen Schnitten will man das denn einigermaßen kaschieren. Tja, was soll ich dazu sagen?
 
Jackie Chan spielt und blödelt, wenn er fightet sieht es noch am besten aus. Am Ende erleben wir Jackie aus der Konserve, besser als die vorgesetzten Doubles, besser als nix.
Die Villains wirken fast ein bisschen lächerlich, sind aber brutal-gefährlich.
Austin Wai, faul, und mit einem mal kann er richtig gut KungFu. Seine Rolle bleibt aber irgendwie Stückwerk, ich weiß nicht.
Chan Wai-Lau agiert solide als Vater, so wie James Tien, der alsbald aber Opfer der Flammen wird. Hier wird der Streifen gar hart und blutig, so wie in einigen Szenen zum Ende, brutale Tötungen setzen überraschend ein. Für einen Jackie Chan-Eastern eher außergewöhnlich. Irgendwie musste die Regie ja die Sache aufpeppen.
Hon Gwok-Choi mimt einmal mehr den Zappel-Phillip, und die Comedy mit Shek Tien tut schon weh, so blöd ist die. Peinlich.

In diesem etwas holprigen Eastern hat Pearl Lin die weibliche Rolle, auch ihre Figur hat keine Tiefe. Aber die attraktive Darstellerin ist immerhin was für´s Auge.

Die KungFu-Fights legen im Verlauf des Films an Rasanz und Härte zu, sind zwar nicht hochklassig, aber auf Chan´s Drive ist Verlass. Insgesamt war die KungFu-Action für einen Eastern mit diesem unglücklichen Hintergrund noch ganz in Ordnung.

Richtig sauschlecht ist "Fearless hyena 2" ("Superfighter 2) zwar eigentlich nicht, aber so wahnsinnig vom Hocker haut einen dieser Eastern natürlich auch nicht.
Wer nicht viel erwartet, wer die Hintergründe zum Film kennt, und das alles denn somit großzügig betrachten sollte, wird als eingefleischter Eastern- und Chan-Anhänger sich daran vielleicht noch etwas erwärmen können, und mag sich noch einigermaßen unterhalten gefühlt haben.

Sehr wohlwollende, aufgerundete 5/10 Punkte mag ich noch vergeben, der ich ein eingefleischter Vielseher des Genres bin.

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