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Gilt zwar noch als offizieller Bruce Lee -Film, ist aber natürlich schon ein Flickwerk, ein im Vergleich zu den anderen Machwerken aber noch ziemlich gutes.
Regisseur Robert Clouse outet sich zwar wieder einmal als Eintagsfliege [ DER MANN MIT DER TODESKRALLE ist mit riesigem Abstand sein bester Film ], sorgt ansonsten aber für eine flüssige Erzählweise, die das hanebüchene Skript gut voranträgt: Der Kung Fu Superstar Billy Lo [ meistens eben nicht Bruce Lee, sondern Tai Chung Kim] wird von einem Syndikat bedrängt, dass ihn zu ihren Konditionen unter Vertrag nehmen will, ansonsten wird schnell mal ein tödlicher Unfall am Set inszeniert. Billy weigert sich trotzdem - auch wenn er bei den körperlichen Bedrohungen laufend verliert - und wird bei Dreharbeiten von einer echten Pistolenkugel erschossen *sic*.
Das denken zumindest die Gangster, dabei wurde nur seinen Backenknochen zersplittert, trotzdem wird er für Tod erklärt und schreitet so nach einer Gesichtsoperation inkognito zur Rache.
Story ist wie gesagt lächerlich, auch ebenso gefilmt, sobald man sich aber darauf einlässt, wird man ganz ordentlich unterhalten. Film sieht auch eher aus wie ein Möchtegern - Bond, dafür sorgt nicht nur der ähnlich gehaltene Vorspann und der obligatorische John Barry - Score, ansonsten werden fleissig Schnipsel aus richtigen Bruce Lee Filmen eingebracht, vorzugsweise der Colosseum Showdown aus DIE TODESKRALLE SCHLÄGT WIEDER ZUund das Ende von TODSGRÜSSE AUS SHANGHAI. Die letzten 15 Minuten beinhalten dann das originale von Lee selber gedrehte Material - der Kampf in der Pagode -, immer mal wieder mit dem No Name erweitert natürlich. Dieser macht übrigens eine recht gute Figur, die Bewegungen sind sich ziemlich ähnlich, allerdings schaut er absolut nicht wie Lee aus, da hilft auch die riesige Pornobrille nicht. Actionmässig sind die Kämpfe zwar in Ordnung, aber nichts besonderes, sämtliche Motorradszenen im Lagerhaus dafür allerdings mit wirkungsvollen Zeitlupen durchsetzt; inszeniert wurden diese übrigens von Sammo Hung, der auch ein Cameo hat. Zu dem restlichen Cast erübrigen sich grosse Worte, es gibt schlimmeres, wirklich Farbe bringen sie aber nicht herein, auch wenn Colleen Camp später in DIE HARD WITH A VENGEANCE zu sichten war.

Es ist kein GAME OF DEATH 2, dieser bot bessere Action und einige noch abstrusere Szenen, trotzdem ganz ansehnlich. Wenn schon cut & paste, dann so.

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