Review

Verbot und Zensur. Worte die ein Filmfreund welcher sich gerne auch mal an Filmen härterer Gang erfreut nicht gerne hört. Doch neben dem Ärger über das Herumgeschnipsel, schürren die Worte natürlich auch die Sehnsucht nach dem Verbotenen... Dies dürfte wohl Hauptsächlich der Grund sein warum Human Centipede 2 überhaupt existiert und warum er erfolge feiern dürfte.
War der erste Teil durch seine Grundidee schon ziemlich abgedreht folgt Regiesseur Six nun den Regeln des Genres.... wie es leider bei zu vielen Filmen der Fall ist... WIr zeigen einfach noch mal das gleiche, leicht abgeändert aber schrauben am Härte und Ekelgrad... aber der Reihe nach.

Martin ( Laurence R. Harvey) ist Nachtwächter in einem Parkhaus. Von seiner Mutter verachtet und durch Misshandlung in der Jugend psychisch gestört, gibts nur eine Sache welche ihm Freude bereitet...
Seine Obsession zu dem Film " The Human Centipede" . Doch genügt es ihm nicht nur den Film zu schauen, nein er will seinem grossem Vorbild aus dem Film nacheifern und die Fiktion zur Wahrheit machen...

Nachdem der erste Teil so endet das es schwierig war sich eine Fortsetzung vorzustellen, fragte ich mich natürlich wie man die Geschichte wohl fortsetzen wolle. Den 1. Teil dann als Fiktion im zweiten Teil darzustellen ist meiner Meinung nach eine gute Lösung dafür. So ist es vorallem gut gelungen, das man die endszene des ersten Teils vorgeführt bekommt, damit suggeriert wird das es weiter geht bis dann plötzlich die Kamera zurück schwenkt und man merkt das dass gezeigte sich auf einem Bildschirm abspielt... man muss sagen das dieser Clou halt nur funktioniert wenn man den Trailer nicht gesehn hat. So finden wir uns dann also statt in der Geschichte in der Realität wieder , welche das Leben Martins beleuchtet. Hier wird der Zuschauer dann von Szene zu Szene geleitet welche das Ausmass seiner Sucht zu dem Film zeigen soll. So hat er sich ein Album gebastelt und versteckt es vor seiner Mutter während er plant wie er sein Projekt wohl am besten ausführt. In diesen Szenen wird dann schon recht schnell klar, das der  Film genauso wie der erste Teil nicht ernstzunehmen ist... Schnell wirds Trashig und dumme Dialoge sowie Trashige, teils ziemlich Klischeebehaftete Charaktere werden präsentiert.
Düstere Atmosphäre will dabei kaum aufkommen und die Spannung hält sich doch arg in Grenzen. Auch die Schauwerte lassen in der ersten Hälfte, welche sich ziemlich zieht, zu wünschen übrig, so ist es doch ziemlich uninspiriert gestaltet wenn Martin seinen Opfern meist einfach nur mit ner Stange auf den Kopf haut.
Mit zunehmender Laufzeit ändert sich das dann aber zum Glück ein wenig. Der Härtegrad nimmt drastisch zu und es ist sogar etwas Spannung zu verzeichnen.

War der erste Teil eigentlich von seiner Brutalität nicht wirklich heftig und schockte mehr durch die Grundidee, so ist es nun eingentlich andersherum... Storytechnisch bietet sich da nähmlich nicht viel neues an. Also muss mehr Blut und Ekel her hat man sich gedacht.
So wird voll draufgehalten wenn Martin, welcher ja kein Arzt ist seine Operationen durchführt. Was natürlich für so manche Szene sorgen kann, bei welcher der Gorebauer die Arme in die Luft recken wird. So darf natürlich auch nicht die ganze Fäkalienmatscherei fehlen, welche im ersten Teil zwar auch schon ekelhaft war, aber hier einfach nur übertrieben wird. Ich mein Kot welcher in die Kamera fliegt, neee das brauch man doch nicht unbedingt.

Darstellerisch ist ganz klar Laurence R. Harvey zu erwähnen. Welcher im ganzen Film nicht ein Wort spricht und nur durch seine Gestik und Mimik spielt. Ist sein Charakter doch ziemlich over the top hollt er meines errachtens das beste aus seiner Rolle heraus, ohne aber jemals den Charme Dieter Lasers zu erreichen.
Den rest der Darsteller kann man getrosst vergessen, ausser vielleicht noch Ashlynn Yennie welche man bestenfalls noch als solide bezeichnen kann.

Fazit:
Trashfreunde und Gorebauern werden sich freuen und dem Film sicherlich was abgewinnen können. Für alle anderen jedoch dürfte der Film nichts sein. Die Fsk wird hier wiedermal ihre Freude haben so das ich glaube das höchstens aus Österreich eine Fassung in deutsch zu erwarten ist...
Fand ich den ersten noch recht amüsant muss ich leider sagen das ich mich hier nicht wirklich unterhalten gefühlt habe, so das die 3 Punkte die ich vergebe gerade noch so vertretbar sind.

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