Review

Martin ist zurückgeblieben. Er spricht nicht, lebt mit seiner Mutter in einer mehr als schmuddeligen und heruntergekommenen Wohnung. Er wurde als Kind missbraucht und kann deshalb nicht richtig mit anderen Menschen kommunizieren. Er arbeitet als Nachtwächter in einem Parkhaus, wo er sich immer wieder den Film "The Human Centipede" ansieht. Er ist Fan dieses Films und hat sich ein eigenes Fotoalbum dazu gebastelt. Irgendwann kommt er dann auf die Idee selbst einen menschlichen Tausendfüßler zu erschaffen, so dass er nach und nach Menschen aus dem Parkhaus entführt und in ein Lagerhaus verschleppt. Doch sein Unterfangen ist schwieriger, als er sich das anfangs ausgemalt hatte.

Wertung:

Der Film "The Human Centipede II" spielt um den ersten Teil herum, denn es ist genau der 1. Teil, den sich Martin an seinem Laptop während der Nachtschichten ansieht. Hierbei scheint er eine gewisse Obsession bezüglich des Tausendfüßlers zu entwickeln, so dass er selbst auf die Idee kommt, einen ebensolchen zu erschaffen. Er entführt deshalb Menschen, die hauptsächlich Zufallsopfer sind. Während des gesamten Films spricht Martin nicht ein einziges Wort. Dr. Heiter kommt leider außerhalb der Sequenzen aus Teil 1 überhaupt nicht vor, so dass hier etwas die Verbindung dazu abhanden kommt. Lediglich Ashlynn Yennie kommt in beiden Filmen vor, was insgesamt etwas absurd ist, da sie von Martin unter Vorspielung eines falschen Castings in das Lagerhaus gelockt wird.

Der Film ist von dem, was man da zu sehen bekommt, absolut widerlich, denn es ist leider sehr viel Fäkalhorror bzw. Ekel vorhanden, und es ist wahrscheinlich besser, dass dieser Film komplett in s/w gehalten wurde, denn in Farbe wäre die Umsetzung wahrscheinlich einfach schwieriger. Die Schauspieler sind bis auf Laurence R. Harvey relativ belanglos.

Was gibt man einem solchen Film jetzt für eine Wertung? Man kann so einen Film eigentlich nicht mögen, denn das, was man sieht, ist einfach nur ekelhaft, aber das ist wahrscheinlich genau das, was der Film erzeugen möchte, von daher hat er seinen Zweck wahrscheinlich erfüllt. Den ersten Teil fand ich noch ein Stück widerlicher, da das Gesehene dort noch komplett neu war. Da das jetzt hier eine Art "Abklatsch" des ersten Teils ist, gibt es "nur" 06/10 Punkte. Die Handlung gibt einfach für mehr Punkte zu wenig her und ein Spannungsbogen will nicht entstehen. Einen dritten Teil braucht man eigentlich von einem solchen Film nicht.

Wertungen für diesen Film gehen wahrscheinlich deutlich auseinander, man kann aufgrund des Ekelfaktors auch deutlich weniger oder mehr Punkte geben.

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