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Jetzt geht's mit der Popo-Polonaise ab ins Schlachthaus! Das bestialisch harte Sequel mit seiner nihilistischen Gangart und in deprimierendem Schwarzweiß gehalten ist Shock Cinema in Reinform - irgendwo zw. ERASERHEAD und SALO (wegen der Fäkalszenen). Die Wahnsinnsintensität des Vorgängers konnte übernommen und sogar noch übertroffen werden. Ein Film, so unfassbar hässlich wie seine Hauptfigur - ein knubbeliger Gnom, der fast als echter Freak durchgehen könnte. Dessen fieses Treiben bleibt zwar bis zum Schluss aufwühlend, wirkt auf Dauer aber auch eintönig. Regisseur Tom Six geht zudem ein Wagnis ein, indem er Teil 2 auf eine Art Ebene der Semirealität zieht und den ebenfalls von ihm geschaffenen Teil 1 als Film im Film zum Objekt der Obsession für den fetten Psycho-Geek macht. Jedoch: Es wird klar, dass kein obskurer Horrorstreifen sondern ein schreckliches Schicksal/Leben der Auslöser für die Exzesse ist.