Review

Ich meine, kommt schon Jungs, niemand erwartet bei "Shark Night Drei-D" einen anspruchsvollen Film, aber das dieses Projekt dann doch so dermaßen in die Hose geht, davon wäre vorher bei den ganzen Trailern auch keiner ausgegangen.

Teens fahren zur Seehütte und bekommen es mit fiesen Haien zu tun - Einzeiler-Stoff, aus dem billige Unterhaltungsfilme gemacht sind. Und genau da liegt der Hund begraben. Fängt der Film stimmungsvoll an, geht ab der zweiten Filmhälfte alles in die Hose. Man begeht den Fehler,  noch Bad Guys einzubauen, die die Haie in den See gebracht haben und Reibach mit Internetvideos machen wollen. Die Haie rücken in den Hintergrund und der Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit den bösen Buben. Sporadisch hier und da gibt es auch mal eine Hai-Attacke - und mir ist noch wurst, ob Haie wie Delphine bei ´nem Kunstsprung Leute in den Tod reißen, was natürlich völlig bescheuert ist aber bei einem No Brainer nicht weiter ins Gewicht fallen sollte.
Doch selbst diese Attacken treten auf der Stelle: Sie laufen immer nach dem gleichen Schema ab (Bub begibt sich ins Wasser, Bub wird gefressen) und warten mit keinerlei Steigerung auf.

Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass "Shark Night" sehr blutarm ausgefallen ist. Ich brauche solche Szenen nicht, um mich berieseln zu lassen, aber wer mit Erwartungen ins Kino geht, vom Gore-Gehalt einen zweiten "Piranha"-Film zu sehen, wird nicht nur derbe enttäuscht, sondern dürfte danach auch zu einer anderen Religion konvertieren. Obwohl der Film eh schon eine 16er-Freigabe hat, hätte man auch den grünen FSK12-Flatschen vergeben können, zumal es sich um Tier-Horror handelt, der eh immer sanfter "bestraft" wird bei Altersfreigaben.


Fazit:

Handwerklich solide gemacht, schafft es "Shark Night" nichtmals, als einigermaßen gelungener No-Brainer durchzugehen. Blutarm, der dümmste Plot 2011 und Hai-Angriffe, denen jegliche Kreativität fehlen.

Gerade noch

3/10

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