Was einmal mehr auf angeblich wahren Ereignissen beruhen soll, könnte allenfalls auf eine geheime Militärbasis und die Folterung eines mutmaßlichen Terroristen zutreffen, der Hauptteil mit der paranormalen Erscheinung ist jedoch ein eher müdes Hirngespinst, dass in einer Mischung aus "Paranormal Activity" und "Alien" kaum für Suspense sorgt.
Medium Hayley wird zur titelgebenden Militärbasis gerufen, um das ungewöhnliche Phänomen eingehender zu untersuchen. Doch kurz nachdem sie versucht Kontakt aufzunehmen, geraten die Dinge außer Kontrolle und nebenher mischt auch noch ein angeblicher Terrorist mit...
Die Erscheinung muss man ohne jeglichen Hintergrund hinnehmen, sie erhält keine Entstehungsgeschichte und keine Entwicklung bis zum Eintreffen der Parapsychologin.
Meistens ist das Phänomen unsichtbar, wird von elektromagnetischen Wellen in einem geräumigen Käfig gehalten und betritt später unterschiedliche Körper, um zu kommunizieren.
Genaue Absichten kristallisieren sich im Verlauf kaum heraus, nur dass es eine Vorliebe für das Lied "Bruder Jakob" hegt und im Allgemeinen gerne spielt.
Leider sind die Figurenzeichnungen knapp bis gar nicht ausgefallen, da die meisten Soldaten lediglich Befehlempfänger sind, Hayley nur eine dünne Herkunftsgeschichte erfährt und die wortkargen Befehlshaber zwar noch einige Geheimnisse verschweigen, jedoch ebenfalls kaum dazu beitragen, etwas Abwechslung in die karge Kulisse zu bringen.
Der Wechsel zu verschiedenen Körpern zur Kommunikation ist dabei ebenso veraltet wie das Morden in selbigen. Immerhin ist hier noch so etwas wie Spannung zu verspüren, etwa, als der Terrorist von einem Soldaten mit nebulösen Absichten in seiner Zelle aufgesucht wird oder der Haupttrakt hermetisch abgeriegelt wird und Hayley für eine Weile festsitzt.
Der Showdown kann allerdings keine Spannungssteigerung bewirken und auch der Ausgang stimmt nicht zufrieden.
Zwar passt sich der ruhige Score dem allgemeinen Geschehen recht gut an und auch die treffend besetzten Darsteller performen solide, doch die vorherrschende Eindimensionalität innerhalb mangelnder Kreativität macht sich spätestens im Mittelteil bemerkbar.
Die wenigen Flimmereffekte machen wenig her und auch die kurzen Splattereinlagen mit Auge raus, Arm und Bein ab bewirken keinen positiven Schub.
Am Ende bietet "Stormhouse" einen recht müden Abklatsch gängiger Sci-Fi Verlaufsmuster ohne Kreativität, nennenswerte Atmosphäre oder sonstigen Glanzpunkten.
3,5 von 10