Mit "Die Todesfaust des Cheng Li" drehte Bruce Lee im Jahre 1971 seinen ersten großen Kinofilm. Nach dem er in den USA nicht den erhofften durchbruch geschafft hatte, er hatte kleinere Auftritte in TV-Serien wie Batman" oder auch in der Serie "The Green Hornet"., wurde man in Hongkong auf in Aufmerksam. Produzent Raymond Chow erkannte das Potenzial in Bruce Lee und lockte in nach Hongkong, indem er ihm zum Star eines Filmes machen wollte. Die Rede ist natürlich von "Fist of Fury". Regie führte Lo Wei, der später auch noch mit Jackie Chan mehrere Filme drehte. Drehort war Thailand. Der Film selber hatte ein ziemlich niedriges Budget, was man den Streifen auch deutlich ansieht. In den ersten 45 Minuten spielte Bruce Lee eigentlich nur eine Nebenrolle und stand meistens im Hintergrund und hatte kaum Dialoge. Erst dann durfte er ins Geschehen eingreifen und Actionmäig so richtig die Sau rauslassen. Vorher war die Action doch ziemlich Old-School. Die Fights sind halt recht lahm und behäbig in Szene gesetzt worden. Erst als Bruce Lee dann aktiv wird, zeigt er schon was er drauf hat. Mit schnellen und kraftvollen Kicks, sieht man was für ein herausragender Kämpfer er doch war. Von nun an wurden die Fights auch deutlich brutaler und vor allem blutiger. Zwar sind auch die Kämpfe von Lee, noch nicht so perfekt choreographiert, wie in seinen nächsten Filmen, aber es ist schon eindrucksvoll, was er schon in seinen Erstlingswerk alles so zeigt. Im gegensatz zu anderen Eastern zu dieser Zeit, kommt beim Film auch keine langeweile auf, wenn mal nicht gekämpft wird. Die Geschichte ist recht unterhaltsam und wird von den Darstellern gut und glaubhaft rübergebracht, was auch ein großer Pluspunkt des Films ist. Natürlich fragt man sich jetzt wieder, ist der Film den endlich uncut. Die Antwort ist natürlich wieder nein, da die berüchtigte Szene in der Bruce Lee seinen Wiedersacher eine Säge in den Kopf rammt, weiter als verschollen gilt. Nun zur Blu-ray des Films. Die hat wie ich finde ein wirklich sehr schönes Bild. Die Schärfe geht in ordnung, auch wenn sie nicht den ganzen Film über gehalten werden kann. Aber man kann mit dem gezeigten wirklich mehr als zufrieden sein. Mir macht es immer wieder Spass diesen wegweisenden Eastern mir anzuschauen. Auch nach 40 Jahren hat der Streifen und Bruce Lee selber nichts an Faszination verloren. Ein Meilenstein des Eastern Genres, der in jede gute Easternsammlung gehört.